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News

07.03.2017
Alpine Weltmeisterschaften St. Moritz / SUI 2017

Andreas Sander von der SG Ennepetal mit tollen Ergebnissen

Zum Auftakt der Alpinen Weltmeisterschaft in St. Moritz konnte Andreas Sander beim Super-G voll überzeugen. Beim Sieg des Kanadiers Erik Guay gelang Andi eine sehr gute Fahrt, die am Ende Platz 7 im Tagesklassement bedeuten sollte. Damit erzielte Andi in seinem sechsten WM-Rennen seine bislang beste Platzierung und konnte schlussendlich sehr zufrieden sein.

„Das war jetzt mein erster WM-Lauf, seitdem ich regelmäßig in die Top 15 fahre. Deswegen waren das heute andere Voraussetzungen für mich als in den Vorjahren. Mein Ziel war es, mir nach dem Rennen keine Vorwürfe zu machen; weniger anrutschen und alles riskieren. Ich denke, dass mir das weitestgehend gelungen ist“, bilanzierte der Wahl-Burgberger nach dem Rennen. „Bei einem Weltcup wäre ich heute komplett zufrieden gewesen. Bei einer WM zählen aber nur die ersten drei Plätze. Natürlich waren die nicht mein Ziel; aber man schaut ja schon darauf, wie weit das weg gewesen wäre.“

 

Einen besonderen Gruß wollte Andi nach dem Rennen auch in die alte Heimat schicken. In der „Andy-Hütte“ der SG Ennepetal versammelten sich fast 100 Fans zum Public Viewing und freuten sich über die gute Leistung ihres Vorzeigefahrers. „Das freut mich natürlich extrem, dass die Begeisterung zu Hause immer noch so groß ist. Vielen Dank nach Ennepetal und auch an diejenigen, die hier vor Ort waren“.

Mit dieser Leistung auf der Habenseite konnte der 27-jährige Sportsoldat somit befreit auffahren und sein Ziel war es, bei der WM-Abfahrt am Samstag nochmal unter die Top 15 zu fahren.× Schließen Vorschau WM im Super G

Der Saisonhöhepunkt ist endlich erreicht. Mit dem Super G startet Andreas Sander am Mittwoch in seine dritte Weltmeisterschaft. An den diesjährigen Austragungsort St. Moritz hat Andi gute Erinnerungen. So erzielte er bei den Testrennen im Vorjahr mit Platz 6 im Super G seine bis dahin beste Platzierung in einem Weltcup-Rennen. Vielleicht ist es ja ein gutes Omen, dass er morgen mit Startnummer 6 ins Renngeschehen eingreifen wird.

„Nicht nur, aber auch des Vorjahres deswegen schaue ich optimistisch hier auf die WM-Rennen“, berichtete Andi am Vorabend des Super G. „Das Gelände ist sehr wellig, liegt komplett oberhalb der Baumgrenze, was die Orientierung erschwert. Ich denke aber, dass mir dieses Gelände recht gut liegt. Ich fahre jedenfalls gerne hier in St. Moritz.“

Vorsichtig optimistisch schaut der Skifahrer der SG Ennepetal also auf das Rennen in derjenigen Disziplin, in der ihm bislang die besten Ergebnisse gelungen sind. Dass er zuletzt im Super G zweimal außerhalb der Top 15 war, macht ihm dabei nicht bange. „Nein, ich schaue allein nach vorne und nicht zurück. Selbst in Kitzbühel bin ich phasenweise wirklich gut gefahren. Der Speed als solches stimmt. Wenn ich einen guten Lauf erwische, dann könnte das ein gutes Resultat werden“, sagt Andi, der sich wie gewohnt auf keine konkrete Zielplatzierung festlegen mag. „Ich möchte einen sehr guten Lauf zeigen und mich nach dem Rennen nicht über viele Fehler ärgern müssen.“

Schade findet Andi allerdings, dass der Super G an einem Mittwoch ausgetragen wird und daher medial etwas untergeht im Vergleich zu anderen Rennen. Denn für den Wahl-Burgberger hat der Super G seinen ganz besonderen Reiz. Die Athleten müssen einen Parcours bewältigen, den sie, im Gegensatz zur Abfahrt, ganz ohne Trainingslauf im Rennen erstmals fahren müssen. Die Geschwindigkeiten liegen dabei nur unwesentlich unter denen der Abfahrt. Beim Super G in Kitzbühel wurde der schnellste Fahrer mit 139,7 km/h geblitzt. Eine gute Besichtigung und die Fähigkeit kurzfristig auf die Fahrten anderer Läufer zu reagieren, sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Start zum Super G ist um 12h. Das Rennen wird vom ZDF und von Eurosport live übertragen.

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Zweimal Top 15

Wenn es auch mit der von den Fans gewünschten absoluten Top-Platzierung nichts wurde, so bestätigte Andreas Sander bei den Heimrennen von Garmisch-Partenkirchen seine wiedergewonnene Konstanz in der Abfahrt. Als 14. und 15. konnte er zufrieden mit den letzten Weltcup-Rennen vor der WM sein.

Speziell der Freitag wird Andi noch länger in Erinnerung bleiben. In einem von teils schweren Stürzen geprägten Rennen musste er fast zwei Stunden auf seinen eigenen Start warten. „Die Spannung so lange zu halten bei den ganzen Verzögerungen, war nicht einfach. Dazu war die Sicht nicht mehr die Beste. Alles in allem kann ich dann mit Platz 14 wirklich gut leben“, berichtete der Wahl-Burgberger nach den Rennen.

Wenn auch Andi am Samstag als 15. nahezu die gleiche Platzierung wie am Vortag erzielte, so ärgerte er sich zunächst mehr über das Resultat, als sich darüber zu freuen. Grund war, dass er im Bereich des so genannten freien Fall einen derart schweren Fehler hatte, dass er beim Abschwingen seine eigentlich gute Platzierung fast gar nicht glauben konnte. „Da habe ich wirklich ein einstelliges Ergebnis hergeschenkt. Das war ärgerlich, weil ich im Training am Donnerstag im unteren Bereich keine Probleme hatte. Und bei den Rennen waren beide Fahrten unten nicht gut. Am Freitag mag das noch den Umständen geschuldet sein. Aber Samstag hat mich dann schon geärgert. Wahrscheinlich waren das Konzentrationsfehler, die dem langen Rennprogramm und dem Stress geschuldet waren.“ Am Ende blieb jedoch die Gewissheit, die Konstanz des Vorjahres auch in der Abfahrt wieder erlangt zu haben.

Mit diesem guten Gefühl kann der Athlet der SG Ennepetal am kommenden Samstag somit zur Weltmeisterschaft nach St. Moritz reisen. Dort wird er am 08.02.2017 den Super G fahren, am 11.02.2017 kommt es zur Königsdisziplin, der Abfahrt.

Der Weg dorthin führt Andi noch einmal über Garmisch-Partenkirchen, wo ab Dienstag noch drei Tage auf der Kandahar trainiert werden kann. Dankbarerweise wird der Veranstalter die Piste noch nicht abbauen, so dass einem Top-Training unter Rennbedingungen nichts im Wege steht. „Das ist natürlich wirklich super, weil man sich dort gut auskennt und die Anreise nicht weit ist.“

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Heim-Doppel

Heimrennen gehören für deutsche Abfahrer zu den eher seltenen Erlebnissen. Allein Garmisch-Partenkirchen verfügt über eine Weltcup-taugliche Abfahrt. Umso erfreulicher ist es dann, wenn es – wie in diesem Jahr – zu einer Doppelabfahrt in Garmisch kommt. Während am Samstag der Abfahrtsklassiker auf der Kandahar ausgetragen wird, wird am Freitag die vor zwei Wochen abgesagte Abfahrt von Wengen nachgeholt.

„Das ist natürlich eine super Sache für uns“, freut sich Andreas Sander sichtlich über das Heim-Doppel von Garmisch. Wenn auch der Athlet der SG Ennepetal fast nie auf der Kandahar trainieren kann, so werden auf verkürzten Teilen der Weltcup-Strecke jährlich die internationalen deutschen Meisterschaften ausgetragen. „Etwas mehr Streckenkenntnis und eine bessere Orientierung als auf anderen Strecken hat man daher schon“, hofft Andi darauf, vom Heimrennen möglichst viele Weltcup-Punkte mitzunehmen.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende sind gegeben. Neben dem Rückenwind des guten 13. Platzes aus Kitzbühel, wird erstmals seit 2013 auch auf der WM-Strecke gefahren, bei der sich um eine der technisch anspruchsvollsten Pisten im gesamten Weltcup handelt. Dies alles sollte Andi und dem technisch guten deutschen Athleten in die Karten spielen.

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Schritt nach vorne in Kitz

Bei der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel zeigte Andreas Sander seine beste Saisonleistung in der Abfahrt und überzeugte mit Platz 13. Damit steigerte er seine bisherige Bestleistung auf der Streif-Abfahrt um drei Plätze.

Dementsprechend war Andi auch mit dem Ergebnis weitestgehend zufrieden. „Mit der Platzierung kann ich gut leben. Zum ersten Mal Punkte in der Abfahrt diesen Winter, und dann direkt Top 15, ist sicher in Ordnung.“ Zwischen den Zeilen war allerdings zu lesen, dass der Wahl-Burgberger mit seiner Fahrt nicht gänzlich glücklich war. „Etwas schneller wäre es wohl schon noch gegangen. An der ein oder anderen Stelle habe ich Zeit liegen lassen.“

Dennoch sollte Andi sich mehr über gewonnene Punkte freuen, als über verpasste zu ärgern. Nach zwei Abfahrts-Nullnummern in Folge und zwei Rennabsagen, wird der 27-jährige ehemalige Juniorenweltmeister eine leichte Verunsicherung vor Kitzbühel nicht bestreiten können. Doch er behielt die Nerven und zeigte eine gute Leistung, die für die kommenden Aufgaben Mut machen sollte.

Während der Klassiker in der Abfahrt am Samstag demnach erfolgreich lief, setzte es am Freitag im Super G einen – fast zu erwartenden – Dämpfer. Mit Startnummer 1 durfte Andi zwar das Hahnenkamm-Wochenende offiziell eröffnen. Mit dieser Nummer war er allerdings komplett chancenlos. Am Ende stand Platz 28 auf der Habenseite. Andi nahm es sportlich und wollte das Ergebnis nicht nur auf die Startnummer schieben: „Offensichtlich war die Besichtigung nicht ganz frei von Fehlern. Die Linie, die ich mir vorgenommen habe, war sicher nicht die schnellste. Ich hätte deutlich direkter fahren können und auch mit Nummer 1 besser als 28. werden. Aber das weiß man im Super G eben meist erst danach.“ Kuriosum dabei: Die ungünstige Startnummer hatte er seinen guten Leistungen der letzten Wochen und Monate zu verdanken, da Andi sich inzwischen auf Platz 10 der Weltrangliste vorgearbeitet hatte. Und seit einer Reform im Sommer bedeutet Platz 10 nahezu immer Startnummer 1.

Nach dem Highlight von Kitzbühel kommt es am Wochenende zum Heimrennen: Freitag und Samstag steht in Garmisch-Partenkirchen auf der Kandahar das einzige Heimrennen des Jahres an.

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Die Streif ruft

Die Streif ruft – und alle kommen. Zumindest müsste man das glauben, wenn man dieser Tage durch Kitzbühel läuft. Egal ob prominent oder nicht, ob reich oder arm, ob mit Interesse am Skisport ausgestattet oder nicht: Kitzbühel platzt in der Woche des Klassikers am Hahnenkamm aus allen Nähten und sprengt alle Superlative. Um diese Besonderheiten weiß auch Andreas Sander, der diesen Winter zum fünften Mal die Streif fahren wird.

Nachdem eine Leistungsüberprüfung in Wengen noch dem Wetter zum Opfer gefallen wurde, erwartet man für Kitzbühel Kaiser-Wetter. Dauerfrost und extreme Kälte haben die Streif hart und kompakt werden lassen. Ein Pistenzustand, der Andi eigentlich entgegenkommen sollte. „Nachdem die ersten Veranstalter in diesem Winter noch Pech mit dem Wetter haben, ist jetzt richtig Winter und die Piste dementsprechend. Ich hoffe, dass mir das entgegen kommt, weil ich mit den bisherigen Pistenpräperierungen  diesen Winter nicht ganz so zurecht gekommen bin“, berichtete Andi am Mittwoch aus Kitzbühel.

Nachdem am Freitag der Super G gefahren wird, kommt es am Samstag zum Klassiker, aus dem der diesjährige Hahnenkamm-Sieger hervorgehen wird. Die Ziele für die Rennen könnten unterschiedlicher nicht sein. Im Super G ist der 27-jährige Wahl-Burgberger diesen Winter schon sehr gut gefahren und erzielte Karrierebestleistung mit Platz 5 in Gröden. Als derzeit 10. der Startliste für Weltcup-Rennen könnte dort allerdings Startnummer 1 drohen. Speziell im Super G wäre das eine Nummer, die Andi gerne vermeiden würde. Im Super G fahren die Athleten nämlich mit bis zu 120 km/h auf einem Kurs, den sie zuvor nur besichtigen, aber nicht im Renntempo befahren dürfen. Daher ist es kein Nachteil, wenn man anhand der ersten TV-Bilder sehen kann, ob die eigene Linienwahl auch wirklich richtig ist.

In der Abfahrt selbst will Andi „erst mal wieder eine gute Leistung bringen und die Trainingsleistungen auch endlich mal im Rennen umsetzen.“ Die Voraussetzungen dafür scheinen gut zu sein. Im ersten Training fuhr das Aushängeschild der SG Ennepetal auf Platz 12 und legte eine gute Basis, um sich über das zweite Training vom Donnerstag auf das Rennen am Samstag vorzubereiten.

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Absage in Wengen

Gute Leistungen in den Trainings zur Lauberhorn-Abfahrt ließen auf ein gutes Rennen von Andreas Sander hoffen. Allein das Wetter spielte nicht mit. Aufgrund starker Schneefälle war es den Veranstaltern nicht möglich, die Piste am Samstag rennfertig zu bekommen, weshalb es zur Absage am Samstag keine Alternative gab.

Der Betroffene selbst nahm es gelassen: „Einerseits ärgert mich das schon, weil ich mich gut gefühlt habe und die Trainingsläufe gut liefen. Aber das Rennen wäre am Samstag sicher nicht regulär gewesen. Und lieber kein Rennen, als ein unfaires Rennen“, hatte Andi Verständnis für die Absage.

Glück im Unglück: Nachdem es ursprünglich hieß, dass das Rennen ersatzlos gestrichen wird, soll die Abfahrt jetzt am Freitag in zwei Wochen im Rahmen des Weltcups in Garmisch-Partenkirchen nachgeholt werden. „Das ist natürlich eine super Sache für unser deutsches Team. Ausgerechnet auf der Kandahar ein Doppel-Abfahrt: da freue ich mich schon drauf.“

Vor den Rennen in Garmisch reist der Weltcup-Tross nach Kitzbühel. Dort startet Andi Freitag im Super G, Samstag auf der legendären Streif in der Abfahrt. 

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Mythos Wengen

Pünktlich zum Wintereinbruch in Mitteleuropa steht im alpinen Skiwinter der erste Höhepunkt vor der Tür. Die Weltelite der Abfahrer sucht in Wengen den diesjährigen Sieger am Lauberhorn. Verstärkt wird die grundsätzliche Aura des Klassikers noch durch ein besonderes Jubiläum: Vor 50 Jahren wurde an gleicher Stelle das erste Weltcup-Rennen überhaupt ausgetragen.

Andi Sander geht mit großer Vorfreude in das Rennen zwischen Eiger, Mönch und Jungfrau, dass den Schweizern wohl noch mehr bedeutet als die Weltmeisterschaft. „Wengen ist schon sehr speziell“, berichtete der Wahl-Burgberger am Donnerstag aus der Zentralschweiz. „Schon allein die Anreise mit Zug und Elektroauto ist anders als überall sonst.“ Der historische Weg hinauf ins Skidorf stimmt die Athleten also bereits auf den Mythos Wengen an, der neben Kitzbühel und Weltmeisterschaft sicherlich den internationalen Höhepunkt des Winters darstellt. Gut 50.000 Zuschauer werden am Samstag erwartet, wenn die längte Abfahrt der Welt die Schweiz für eine Stunde still stehen lässt.

Andis persönliche Beziehung zum Lauberhorn war bis zum Vorjahr eher schwierig. Auf sage und schreibe 17 Speed-Starts in Welt- und Europacup bringt es der 27-Jährige inzwischen in Wengen. Doch erst 2016 sollte ihm mit Platz 13 ein erstes Ausrufezeichen gelingen. Daran anzuschließen gilt es auch diese Woche, was allerdings sehr schwer wird. Zuviel Probleme hat Andi derzeit noch in der Abfahrt. Die letzten beiden Trainingsblöcke in Hinterreit und am Oberjoch waren technischer Natur, so dass man gespannt sein darf, ob ihm die ersten Abfahrtspunkte des Winters gelingen werden. Das Zeug dafür hat Andi allemal.

 

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Gute Leistung unbelohnt

Als Andreas Sander im Super G von Santa Caterina im Ziel abgeschwungen hatte, übernahm er die zwischenzeitliche Führung und ballte zum Zeichen seiner Zufriedenheit die Faust. Eine seltene Geste des ehemaligen Junioren-Weltmeisters, die auf ein Top-Resultat schließen ließ. „Mit meiner Fahrt war ich sehr zufrieden. Einen kleineren nennenswerten Fehler habe ich sicherlich gemacht. Ansonsten aber war das ein guter Lauf.“ Da es sich bei den drei vor ihm startenden Läufer allesamt um Weltcup-Sieger handelte, war die Hoffnung auf ein Ergebnis unter den ersten Zehn groß.

Am Ende kehrte ein wenig Ernüchterung ein, da Andi in der Schlussabrechnung auf Platz 16 lag. Sicherlich kein schlechtes Resultat; doch auch etwas unterhalb der Erwartung nach der gefühlt guten Fahrt und damit ein Resultat das Fragen aufwarf.

Die Fragen blieben jedoch nicht lange unbeantwortet. Schnell hatten die Trainer die Startnummer als den wahrscheinlichen Grund für das Verpassen der ersten 15 ausgemacht. Denn die ersten vier Läufer des Rennens hatten mit Gegenwind zu kämpfen, was sich sowohl optisch bemerkbar machte als auch sich aus den Zwischenzeiten ergab. So war dann die kleine Enttäuschung der zufriedenstellenden Feststellung gewichen, im Super G weiterhin konstant gut zu fahren.

Die Chance zu ersten Abfahrtspunkten im laufenden Winter fiel dann am folgenden Tag ebenfalls dem Wind zum Opfer. „Das war definitiv zu windig für die Abfahrt am Donnerstag. Schade natürlich, dass wir diese dann nicht am Folgetag gefahren sind. Aber das war die Entscheidung des Veranstalters und der FIS. Daran kann ich nichts ändern. Aber ich ärgere mich natürlich über die verpasste Chance, weil mir der Hang in Santa Caterina liegt und meine derzeitigen Schwächen hier fast keine Rolle spielen. Schade.“

Nächste Gelegenheit zu Punkten in der Abfahrt bekommt Andi am 14.01.2017, wenn die Lauberhorn-Abfahrt den Auftakt zum Klassiker Tripple von Wengen, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen macht. 

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Dreier in Santa Caterina

Noch bevor der Jahreswechsel mit Böllern und Raketen gefeiert wird, lassen es die besten Abfahrer der Welt in Santa Caterina noch einmal so richtig krachen. Auf eine der schwersten Pisten der Welt wird am Dienstag um Weltcup-Punkte im Super G gefahren, bevor es am Mittwoch in der Abfahrt heiß hergehen wird. Den Abschluss des Dreiers in Italien bildet am Donnerstag schließlich eine Super Kombi. Andreas Sander wird in allen drei Rennen an den Start gehen.

Grundsätzlich freut sich Andi auf die Rennen in Santa Caterina, wenn er auch ordentlich Respekt vor der Piste und ihren Schwierigkeiten hat. „Das Licht ist hier eine der Herausforderungen. Der Hang liegt im Schatten. Die Sicht ist daher sehr schlecht – aber von der ersten bis zur letzten Startnummer. Das macht es sehr fair und damit interessanter als bei anderen Rennen. Hier hat man mit hoher Startnummer wirklich eine faire Chance nach vorne zu fahren“, erklärte Andi nach der ersten und einzigen Trainingsabfahrt am Montag.

Eine weitere Schwierigkeit sieht der Wahl-Burgberger in dem Gelände, dass den Athleten kaum Zeit zur Erholung lässt. Es gibt her weder „den einen“ Sprung, der wie die Kamelbuckel in Gröden zur Legende taugt, noch gibt es das nach außen sichtbare Spektakel wie die Mausefalle in Kitzbühel. Andi bezeichnet das Rennen eher als extrem langen und schnellen Super G. „Hier gibt es kein Gleitstück, sondern es folgt Schwung auf Schwung. Nirgends sonst musst Du so taktisch fahren wie hier. Meiner Meinung braucht es hier Erfahrung um richtig einschätzen zu können, wo Du die Zeit rausholen willst – von Anfang bis Ende auf Angriff fahren, geht hier nicht; dann geht Dir unten die Kraft aus. Verschnaufpausen gibt es hier nicht.“

Die drei Rennen geht Andi mit Zielen an, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Super G, seiner bisher stärksten Disziplin, liegt der Skiläufer der SG Ennepetal nach den ersten beiden Rennen sensationell auf dem sechsten Platz der Weltcupwertung. Dies zu verteidigen wird sehr schwer sein. Doch sollte Andi im Super G jederzeit in der Lage sein, ein Top 15-Resultat einzufahren. Mit Startnummer 4 hat der 5. von Gröden eine gute Ausgangsposition hierfür.

Weitaus schwieriger schätzt Andi die Situation in der Abfahrt vom Mittwoch ein. „Hier muss ich endlich mal in die Punkte fahren, um meine gute Startnummer nicht zu gefährden. Da hier in Santa Caterina meine derzeitigen Abstimmungsprobleme nicht ganz so zum Tragen kommen, habe ich die Hoffnung, endlich wieder in die Punkte zu fahren.“ Bezüglich der so angesprochenen Abstimmungsprobleme lässt sich Andi aber nicht in die Karten schauen. Fest steht jedoch, dass Andi im flacheren Gelände und aggressivem Schnee Zeit an Stellen verliert, an denen das skifahrerisch eigentlich nicht zu erwarten steht. „Wo und wie genau ich mich da ausbremse, muss ich schnellstens herausfinden. Aber hier in Santa Caterina sollte das nicht so dramatisch sein.“

Mit ganz anderen Voraussetzungen geht Andi schließlich in die Super Kombi, die Donnerstag den Abschluss der Rennen in der Lombardei bilden wird. Mangels Slalom-Training ist Andi hier weitestgehend chancenlos und kann befreit ins Rennen gehen. Übertragen werden die Rennen vom ZDF und Eurosport.

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Fünfter in Gröden

Beim Super G in Gröden konnte sich Andreas Sander am Freitag mit Platz 5 über das beste Ergebnis seiner Laufbahn freuen. Nach einem engagierten und couragierten Lauf unterhalb des Langkofels bewies Andi damit einmal mehr, inzwischen relativ zuverlässig unter die Top 15 fahren zu können. Gleichzeitig bedeutete das die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz.

„Bestleistung zusammen mit WM-Quali ist natürlich eine super Sache. Ein geiles Rennen war das aus meiner Sicht, wenn ich auch im Ziel etwas unsicher war, ob mir der Lauf gut gelungen ist. Denn während der Fahrt kam es mir nicht wirklich so vor“, berichtete ein strahlender Andi nach dem Rennen, bevor er – ebenso erstmals in seiner Laufbahn – zu einer Siegerehrung durfte. Die ersten Sechs eines jeden Rennens werden nämlich zur großen und stimmungsvollen Siegerehrung geladen, die am Abend in Gröden stattfand.

Während der Ausnahmefahrer der SG Ennepetal im Super G seine Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze einmal mehr bestätigte, läuft es in der Abfahrt weiter mäßig bis schlecht. Als 33. fuhr Andi an den Punkten vorbei und musste einmal mehr feststellen, dass sein Rennen bereits vor den Schlüsselstellen gelaufen war. „Wie schon in Val d’Isère habe ich mir im oberen, eher flacheren Teil soviel Rückstand eingefahren, dass eine gute Platzierung damit gelaufen war. Da müssen wir jetzt intensiv daran arbeiten. Die technisch schwereren Abschnitte gelingen mir in der Abfahrt recht gut, aber ansonsten verliere ich einfach zu viel Zeit“, so der Wahl-Burgberger.

Um daran zu arbeiten, blieb Andi nach dem Samstag auch noch vier Tage im Grödner Tal um die guten Bedingungen dort für intensives Training zu nutzen. Ob diese Training anschlägt, zeigt sich schon unmittelbar nach Weihnachten. Am ersten Weihnachtsfeiertag steht die Abreise nach Santa Caterina an, wo am 27.12. ein Super G und am 28.12. eine Abfahrt gefahren wird.

 

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Erster Klassiker der Saison

Traditionell am letzten Wochenende vor Weihnachten kommt es im italienischen Gröden zum ersten Klassiker der Saison. Auf der berühmten Saslong-Piste unterhalb des Langkofels hat Andreas Sander zweimal Gelegenheit in die Punkte zu fahren. Am Freitag wird der Super G gefahren, am Samstag die Abfahrt.

Zum insgesamt siebten Mal ist Andi in Gröden am Start. Mit Ausnahme von Garmisch-Partenkirchen ist ihm keine Abfahrt im Weltcup-Zirkus geläufiger. Dennoch halten sich seine Erfolgserlebnisse in Südtirol speziell in der Abfahrt in Grenzen. „Im Super G war ich 2015 14.; mein erstes Top 15 Resultat. In der Abfahrt liegt meine Bestmarke bei Rang 23.“ Die Ursache für diese Probleme könnten im oberen Bereich der Abfahrt liegen. „Eigentlich ist das eine sehr komplette Abfahrt, die mir gut gefällt. Es gibt Gleitpassagen, es wird viel und sehr weit gesprungen und es gibt technisch sehr anspruchsvolle Abschnitte. Vielleicht verliere ich im Gleiten einfach zuviel Zeit, die ich dann nicht mehr aufholen kann.“ Zur Vorbereitung auf die Rennen von Gröden trainierte Andi zuletzt in Saalbach-Hinterglemm. „Dort habe ich viel am Material gearbeitet, aber dann doch nichts wirklich zählbares gefunden. In Gröden werde ich eher auf Bewährtes setzen.“

Die persönliche Zielsetzung für den 27-jährigen Skifahrer der SG Ennepetal orientiert sich an den Vorleistungen in Gröden. „Im Super G will ich meine gute Position im Weltcup verteidigen. In der Abfahrt wäre es schön, wenn mir hier endlich mal ein richtig guter Lauf gelingen würde. Auf jeden Fall möchte ich mich im Vergleich zur Abfahrt von Val d’Isère deutlich steigern.“ Mit dem Zustand der Piste selbst ist Andi zufrieden. Wie in den Vorjahren wurde vom Veranstalter wieder eine sehr gute Piste gebaut, die im ersten Training allerdings noch die ein oder andere Überraschung für die Abfahrer bereit hielt: „Ein paar Sprünge gingen etwas zu weit, so dass man im Flachen landete. Wenn da noch etwas nachgearbeitet wird, sollte zwei tollen Rennen nichts entgegenstehen.“

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Licht, Schatten & Erleichterung

Licht, Schatten und Erleichterung – mit diesen drei Wörtern lässt sich der diesjährige Weltcup-Auftakt von Andreas Sander zutreffend beschreiben. Wenn auch am Samstag noch die Enttäuschung über das erste Rennen außerhalb der Punkte seit rund einem Jahr tief saß, so überwog am Ende dann doch die Freude über das drittbeste Weltcup-Resultat vom Vortag und über die prinzipielle Konkurrenzfähigkeit, die Andi in Val d’Isère unter Beweis stellen konnte.

Um diese Konkurrenzfähigkeit wusste Andi seit der ersten Trainingsfahrt am Mittwoch, als er mit guter, aber nicht überdurchschnittlicher Fahrt sich bereits unter den ersten 10 platzieren konnte. „Vor dem ersten Training war ich etwas angespannter als normal. Das war der erste Zeitenvergleich der Saison mit allen Athleten. Mit einem guten Training gibt es zwar nichts zu gewinnen. Aber wenn ich da mit guter Fahrt großen Rückstand hätte, dann macht man sich Gedanken.“ So war die Erleichterung umso größer, als Andi nach „eher schlechter Fahrt im Abschlusstraining immer noch unter den Top 20 war. Da war ich mir schon sicher, dass wir im Sommer und Herbst einigermaßen gut trainiert haben mussten.“

Dies bestätige der 27-jährige Wahl-Burgberger dann im ersten Weltcup-Super G am Freitag. Nach famoser Fahrt landete Andi auf Platz 9 und holte somit das drittbeste Resultat seiner Karriere und im ersten Rennen des Winters schon die halbe Quali-Norm für die WM in St. Moritz. „Der Lauf ist mir eigentlich recht gut gelungen. Er war vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas zu rund, aber ich bin technisch gut und stabil gefahren. Da man sich vom Vorjahr aktuell nichts kaufen kann, bin ich schon sehr erleichtert, dass ich direkt im ersten Rennen dort anknüpfen konnte, wo ich am Ende der Saison aufhörte.“

Angesprochen auf den Samstag ließ die Freude beim Nationalmannschaftsfahrer der SG Ennepetal dann aber merklich nach. „Der Samstag war leider ein Tag zum vergessen. Da kam viel zusammen, was nicht laufen wollte.“ Angefangen hatte der schlechte Tag bereits am Morgen vor dem Rennen. Andi war Montags zuvor im Training in Schruns gestürzt und hatte sich eine zunächst schmerzhafte Prellung im Bereich der Brust zugezogen. „Die habe ich dann mehr oder weniger nicht mehr viel gespürt. Erst Samstag dann sind wieder Probleme bei bestimmten Bewegungen aufgetreten. Dazu kam, dass die Skiwahl nicht die Beste war. . Nach dem flachen Teilstück oben hatte ich schon soviel Zeitrückstand, dass ich dachte, ich würde stehen. Das wurde gefördert von einer Piste, die nach der Pause vor meiner Nummer auch deutlich langsamer wurde. Irgendwann geht dann auch die Spannung in der Fahrt verloren, und es wird insgesamt ein schlechter Lauf. Von oben bis unten war das also nichts Berühmtes. Aber weder Verletzung, noch Ski oder Startnummer waren allein ausschlaggebend. Es kam einfach viel zusammen an dem Tag“, wollte Andi die „Schuld“ für Platz 31 in der Abfahrt nicht bei anderen suchen, sondern in der Gesamtsituation. „Das ist hier Weltcup und Weltspitze. Da braucht es einfach eine gute Leistung um nach vorne fahren. Wenn nicht alles passt, dann ist man schnell raus aus den Top 30.“

Bevor es nächste Woche zum ersten Klassiker nach Gröden geht, wird Andi diese Woche noch einige Trainingstage einlegen. „Ich habe mich Montag noch behandeln lassen wegen der Schmerzen, bin aber zuversichtlich, dass das bis Gröden alles weg ist. Im Training schränkt mich nicht wirklich ein; der Schmerz kommt nur bei bestimmten, wenig vorhersehbaren Bewegungen. Bis Gröden ist aber noch eine Woche hin. Das kriegen wir in den Griff.“

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Endlich geht es los

Das lange Warten hat ein Ende: Mit dem ersten Training zur Weltcup-Abfahrt von Val d’Isère startet Andreas Sander am Mittwoch in den Weltcup-Winter 2016/17. Während am Freitag ein Super G gefahren wird, ist für Samstag die erste Abfahrt des Winters geplant. Der Ort in den französischen Hochsavoyen springt dabei als Ersatzveranstalter für das US-amerikanische Beaver Creek ein. Dort konnte, wie schon vor Wochenfrist im kanadischen Lake Louise, witterungsbedingt die Piste nicht mehr rechtzeitig hergestellt werden. Wann und wo die abgesagten Rennen von Lake Louise nachgeholt werden, steht noch nicht fest.

Mit dem Einstieg in die Saison endet für Andreas Sander eine Vorbereitung, die sich als besonders zweischneidig erwiesen hatte. „Der Sommer war einschließlich des Trainingslagers in Chile wirklich super. Bis dahin hat alles gepasst. Was ich mir für den Sommer vorgenommen habe, konnte ich eigentlich vollständig umsetzen. Im Herbst war es dann eher etwas chaotisch, weil das Wetter fast nie mitspielen wollte.“ Andi spielt dabei vorwiegend auf die Reise nach Colorado an, wo eigentlich vor dem traditionellen Weltcup-Start in Kanada am Finetuning für den Winter gearbeitet werden sollte. In Copper Mountain lag aber derart wenig Schnee, dass an klassisches Speedtraining fast nicht zu denken war. „Dort konnten wir leider nur oben trainieren, wo es doch recht flach ist und vom Gelände her nicht so anspruchsvoll. Das hat mit dem, was wir dann in den Rennen fahren, nicht so viel zu tun. Da konnte man nicht viel für den Weltcup mitnehmen.“ Im Nachteil zur Konkurrenz sah sich der Wahl-Burgberger dadurch aber nicht. „Das Wetter hat alle Nationen betroffen, insofern hat sich niemand einen Vorteil erarbeiten können. Es ist eher so, dass jeder für sich weniger weiß, wo er steht. Das werden wir dann nach den Val d’Isère sehen.“

Als feststand, dass die Nordamerika-Tour diesjährig ausfallen wurde, packten Andi und seine Nationalmannschaftskollegen schnell die Koffer und flogen zurück nach Europa. Dabei kam es noch zu ein paar Trainingstagen in Sölden und Schruns, bevor am Dienstag dann die fast siebenstündige Reise nach Frankreich auf dem Plan stand. Die Rennen dort finden statt auf einer Piste, die der 27-jährige Athlet noch nicht allzu gut kennt. „Im Januar 2014 bin ich da mal Europacup gefahren, allerdings nur auf dem unteren Teil der Piste. Das war nicht sonderlich spektakulär; vielleicht ein wenig wie in Lake Louise. Insofern ist das eventuell ein guter Ersatzeinstieg in die Saison.“

Aufgrund der Erfolge in der Vorsaison wird Andi in beiden Rennen unter den Top 30 starten. Nachdem die FIS ein neues System zur Startnummernvergabe eingeführt hat, geht er im Super G zwischen Nummer 1 und 20 ins Rennen, in der Abfahrt zwischen 21 und 30. Verbunden mit dieser besseren Ausgangslage ist dann auch die Hoffnung auf Erreichung der gesteckten Ziele im kommenden Winter. „Mein Fokus liegt ganz klar auf der Verteidigung dessen, was mir im letzten Jahr gelungen ist. Wir haben einen WM-Winter, weshalb die Qualifikation hierfür erstes Ziel ist. Daneben will ich im Super G meine Startnummer halten und vielleicht in der Abfahrt noch nachziehen.“

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Der nächste Schritt

Das lange Trainingslager in Chile ist vorbei, und damit auch der eigentliche Sommerabschnitt der Vorbereitung auf den Weltcup. Der Blick zurück auf die vergangenen Monate, insbesondere auf die langen und zahlreichen Trainingstage in den Anden fällt für Andreas Sander durchweg positiv aus. „Das war sicher ein guter Sommer für mich. Meine persönlichen Ziele habe ich fast alle umsetzen können. Die Basis für das Herbsttraining ist wohl gelegt“, berichtete Andi.

Was genau mit der „Basis“ gemeint ist, möchte der 27-jährige Athlet der SG Ennepetal nicht verraten; nur soviel: „Wir haben seit dem Trainerwechsel vor zwei Jahren extreme Umstellungen an der Technik vorgenommen. Das waren Riesenschritte, die so jetzt nicht mehr zu machen sind. Aber auf Basis des bisher Erreichten wollte ich an meinem Schwungende arbeiten. Das ist mir im Training ordentlich gelungen. Es muss jetzt trainiert und trainiert werden, um so Vertrauen und Automatismen zu entwickeln.“ Derartige Änderungen einfach mal schnell antrainieren und dann im Rennen umsetzen, sei so nicht möglich. „Technische Abläufe müssen wirklich ganz tief in Dir sein, um im Stress der Rennsituation das noch so umsetzen zu können wie im Training“, erklärt der ehemalige Junioren-Weltmeister.

Nicht nur, aber auch wegen des guten Trainings in Südamerika wirkt der Wahl-Burgberger auch sehr gelassen. „Die letzten Monate waren wirklich sehr angenehm. Beim Material gab es keine Umstellung, Lehrgänge von der Bundeswehr habe ich den in Vorjahren schon erledigt. Ich habe mich also wirklich total auf das Skifahren konzentrieren können und bin so guter Dinge, die Vorsaison weitestgehend bestätigen zu können. Das allein kann und muss das Ziel sein.“

Die gegenwärtigen Wochen, in denen der Winter zumindest auf den Alpengletschern angekommen scheint, stehen im Zeichen der traditionellen Herbstvorbereitung. „Jetzt hoffen wir darauf, immer mal wieder ein paar gute Trainingstage zu haben, was aber im Herbst nicht einfach ist. Trainiert wird auf den verschiedenen Gletschern, je nachdem wo unsere Trainer gute Pisten auftreiben können. Ganz planbar ist das nicht“, weißt Andi auf die typische Rufbereitschaft eines Speedfahrers im Herbst hin.

Schöne Abwechslung vom Trainingsalltag bieten diverse Medientage von Verband oder Sponsoren. „Vorletzte Woche war ich beim Medientag des Deutschen Skiverbandes im Zillertal gewesen, diese Woche bin ich bei meinem Ausrüster ATOMIC zu Gast. Beides sind schöne Termine, weil man da wieder auf Gesichter trifft, die man in den Wintermonaten oft, aber im Sommer kaum sieht“, so Andi. Auch beim Kopfsponsor Xenofit war Andi erst kürzlich zur Stippvisite.

Endgültig in den Weltcup-Winter starten wird Andi Ende November, wenn im kanadischen Lake Louise traditionell der Speed-Weltcup eröffnet wird. Der Überflug nach Übersee wird Mitte November erfolgen. Wie schon in beiden Vorjahren steht dann der letzte Vorbereitungslehrgang in US-amerikanischen Copper Mountain an, bei dem der letzte Feinschliff für den WM-Winter 2016/2017 geholt werden soll.

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Weiter gut im Plan

Andreas Sander liegt in seinen Vorbereitungen zum kommenden Weltcup-Winter weiter gut im Plan. Mit mehreren Rennen des Südamerika Cups ging ein zweiter gefühlter Trainingsblock zu Ende. Dabei erzielte er mit zwei vierten Plätzen und einem dritten Platz akzeptable Resultate, um die allein es dem 27-Jährigen allerdings nicht ging.

„Platz 4 und 3 ist jetzt nicht schlecht, und meine Fahrten waren soweit auch recht stabil. Mir geht es aber zum jetzigen Zeitpunkt derzeit mehr um meine Technik“, berichtete Andi aus dem chilenischen La Parva. „Ich versuche gerade den nächsten Schritt zu machen, was noch zu Lasten der Zeiten geht. Da verliere ich in jedem Schwung noch etwas; auf Dauer aber sollte mich meine jetzige Arbeit wirklich weiter bringen.“

Nachdem der Wahl-Burgberger jetzt drei Wochen in La Parva trainiert hat, wechselt der DSV-Tross für die letzte Trainingswoche noch einmal das Quartier. „Wir trainieren jetzt noch mal in Valle Nevado, wo der klare Schwerpunkt auf dem Super G liegen wird. Ich hoffe, dass es auch dort so gut weitergeht wie es bisher schon lief.“ Andi ist also allen in allem sehr zufrieden mit dem Trip nach Chile. Wenn überhaupt, dann ist allein das derzeit frühlingshafte Wetter der einzige Wehrmutstropfen.

 

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Podest in Chile

Mit einer gewissen Erleichterung beendete Andreas Sander das erste Rennen der diesjährigen Saisonvorbereitung. Beim zum Südamerika-Cup zählenden Super G in Valle Nevado belegte der gebürtige Westfale einen hervorragenden zweiten Platz. Geschlagen geben musste er sich nur dem Slowenen Klemen Kosi. Auf Platz 3 kam der US-Amerikaner Thomas Biesmeyer, der damit ein Podium voller ATOMIC-Fahrer komplett machte.

„Natürlich ist das nicht der größte Erfolg meiner Laufbahn; aber ein Feedback auf die eigene Verfassung ist das schon. Insofern bin ich froh, dass ich heute mit einem guten Lauf aufs Podium fahren konnte“, berichtete Andi aus den Anden. Positiver Nebeneffekt: Durch das Podium erzielte der Wahl-Burgberger gute FIS-Punkte, die wiederum wichtig für eine gute Startnummer im Weltcup sein könnten. „Ich bin zwar derzeit unter den TOP 20 im Super G. Aber mit ein bisschen Pech ist man schnell außerhalb der TOP 30. Und dann wären diese FIS-Punkte heute richtig wichtig gewesen“, erklärt der Athlet der SG Ennepetal.

Überhaupt zeigt sich Andi nach einer knappen Halbzeit des Lehrgangs in Chile zufrieden. „Also bisher läuft alles sehr gut hier. Ich trainiere gut, die Bedingungen sind soweit ok und die Stimmung ist gut. Ich hoffe, dass es so weitergeht und wir dann in der Vorbereitung auf den Winter ein gutes Stück weiter gekommen sind.“

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Zurück im Winter

Nach gut sechs Monaten ist Andreas Sander wieder zurück im Winter. Seit vergangenem Donnerstag bereitet sich der Wahl-Burgberger gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Abfahrts-Nationalmannschaft im Winter der Südhalbkugel auf den Winter der Nordhalbkugel vor. Wie schon in den Vorjahren soll in den chilenischen Anden die Grundlage für einen erfolgreichen Weltcup-Winter gelegt werden.

Nachdem Andi zum insgesamt sechsten Mal in Südamerika trainiert, ist in die Reise nach Übersee schon etwas Routine eingekehrt. „Gerade in den letzten Jahren haben wir hier eigentlich immer einen ähnlichen Ablauf. Die ersten Tage liegt der Fokus mehr auf das technische Training, um dann mehr und mehr auf den Speed zu gehen“, berichtete Andi vor der Abreise. „Räumlich sind wir erst in La Parva, und später dann in Valle Nevado. Auch das hat sich bewährt, weil einen Monat auf der gleichen Piste dann doch etwas zu monoton wäre.“

Ebenfalls wie in den Vorjahren wird der Südamerika-Cup erste Gelegenheit zur ersten Leistungsüberprüfung sein. „Die Ergebnisse dabei lassen zwar wenig bis kaum Rückschlüsse auf den Winter zu. Aber Rennen ist Rennen und keiner will der letzte sein“, so der inzwischen 27-jährige Athlet der SG Ennepetal.

Vom rund einen Monat dauernden Lehrgang erwartet Andi insbesondere ein hochwertiges Training, weil die Leistungsdichte so hoch wie lange nicht mehr sein sollte. Von den einschließlich Andi sieben anwesenden Athleten fuhren immerhin schon deren 5 unter die Top 15, deren sechs schon unter Top 20. „Das werden daher sicher intensive Einheiten. Ich denke, dass wir wirklich eine sehr starke Mannschaft haben und uns das gegenseitig hilft.“

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Wieder im Trainingsmodus

Nach der üblichen Frühsommerpause befindet sich Andreas Sander wieder voll im Training. Während zunächst noch die athletische Vorbereitung im Vordergrund stand, mehren sich inzwischen wieder die Einheiten auf Schnee. Mit dem bisherigen Teil zeigt sich der 27-jährige Wahl-Allgäuer sehr zufrieden. „Athletisch bin ich wirklich sehr gut in Form. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen sich weitere Verbesserungen. Da spielt mir sicher in die Karten, dass ich jetzt den zweiten Sommer in Folge ohne größere medizinische Eingriffe oder sonstige Krankheiten geblieben bin“, berichtete Andi am Montag aus Burgberg.

Bevor es Mitte August wieder nach Chile in den Winter der Südhalbkugel geht, standen und stehen nunmehr die ersten Schneeeinheiten in den Alpen auf dem Programm. Zuletzt traf sich der gebürtige Westfale mit seinen Team-Kollegen zum Lehrgang am Stilfser Joch. „Das war ein vorsichtiger Beginn in das künftige technische Training. Neben dem Freifahren standen noch ein paar technische Übungen an, die uns langsam auf das intensivere Training der nächsten Monate vorbereiten sollen“.

Dennoch bleibt die Zeit zur Erledigung von Dingen, an die im Winter nicht zu denken ist. „Derzeit bin ich das ein oder andere mal in der alten Heimat bei meiner Familie, oder mache das ein oder andere mit Presse oder Sponsoren. Das ist eine nette Abwechslung zum Alltag“, so Andi.

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Wie im Rausch

Auch mit dem Abstand von fast zwei Monaten, überkommt Andreas Sander sofort ein Strahlen, wenn er auf den zurückliegenden Winter blickt. „Das war schon ein sehr guter Winter für mich. Ich hatte zwar gehofft, dass sich der Aufwärtstrend der Vorsaison bestätigt. Aber dass ich in der Summe so konstant nach vorne fahre, hätte ich gehofft, aber nicht erwartet.“

Die Zahlen des Winters lesen sich dabei beeindruckend:

– In 20 von 22 Rennen Top 30

– 11 mal Top 15

– 6 mal Top 10

– Verbesserung der Karrierebestleistung von Platz 16 auf Platz 6

– Teilnahme am Weltcup-Finale der 25 besten Athleten in zwei Disziplinen

– 317 Weltcup-Punkte

– 15. im Super G-Weltcup

– 25. im Abfahrts-Weltcup

– 25. im Kombinations-Weltcup

– 31. im Gesamt-Weltcup

Am Ende bedeutete das die konstanteste Saison eines deutschen Speedfahrers seit mehr als 20 Jahren. „Auch wenn ich selbst kein Statistiker bin, freut mich das natürlich schon. Es bestätigt, dass nicht alles in der Vergangenheit schlecht war“, nahm Andi diesen Erfolg gewohnt gelassen zur Kenntnis.

Als die Saison im November traditionell in Lake Louise und Beaver Creek seinen Anfang nahm, war an die spätere Entwicklung noch nicht zu denken. „In zwei von vier Rennen war ich in den Punkten. Heute weiß ich, dass es die einzigen beiden punktfreien Rennen der Saison bleiben sollten. Aber dennoch war das ein zufriedenstellender Auftakt. Gerade im Super G von Beaver Creek zeigte ich als 22. eine couragierte Fahrt, die mir Mut gemacht hat für die weiteren Aufgaben.“

So gestärkt gelang dem schnellen Mann von der SG Ennepetal dann in Gröden ein erstes Ausrufezeichen. Im Super G fuhr Andi als 14. erstmals in seiner Karriere in die Top 15; eine Bestleistung, an die er sich wahrscheinlich noch lange erinnern wird. „Ich war vorher in meiner Karriere dreimal als 16. knapp an den 15 vorbeigefahren. Früher gab es nur bis Platz 15 Punkte, und um sich für WM oder Olympia zu qualifizieren, benötigt man Top 15-Resultate. Deswegen war das schon ein Meilenstein für den gesamten Winter“, bestätigte der gebürtige Westfale. Wie wichtig dieses Rennen für den Rest der Saison war, wollte Manager Siegfried Fröhlich beim Saisonrückblick noch mal gesondert herausstellen: „Das war für mich das wichtigste Rennen der Saison. Andis alte Bestleistung war ja Platz 16 bei der olympischen Generalprobe im Februar 2012 und hatte fast vier Jahre bestand. In diesen vier Jahren ist viel passiert, gutes wie schlechtes. Aber dass diese Top 15 endlich gefallen war, war sicherlich eine Befreiung für Andi, aber auch für alle die an seinem Erfolg mitarbeiten.“ Sichtlich ausgelassen war demnach die Freude bei den damals mitgereisten Freunden und Familienmitgliedern.

Schon beim folgenden Rennen sollte die nächste Bestmarke fallen. In der Abfahrt von Santa Caterina, die als eine der schwersten Kraft- und Mutprüfungen im Weltcup gilt, wurde Andi starker 10. und setzte sich so bis zum Ende des Winters unter den Top 30 der Startliste fest. Gröden war also kein Ausrutscher nach oben.

In welch guter Verfassung sich Andi befand, zeigte sich anschließend beim Klassiker am Lauberhorn. Andi, bislang in Wengen nie sonderlich erfolgreich gewesen, fuhr erneut in die Top 15. Auch dieses Erfolgserlebnis gab dem ehemaligen Junioren-Weltmeister einen weiteren Schub: „Sicherlich gibt das noch einmal Selbstvertrauen, wenn man auf einer Piste konkurrenzfähig ist, auf der es vorher nicht lief.“

Höhepunkt der medialen Wahrnehmung waren dann sicherlich der 10. Platz im Super G in Kitzbühel und eine weitere Verbesserung der Karrierebestleistung des Wahl-Burgbergers mit der achten Position beim Heimrennen in Garmisch. Dabei beeindruckte Andi seine Trainer vor allen Dingen damit, dass sich nach der Kreuzbandverletzung von Mannschaftskollege Josef Ferstl das mediale Interesse immer mehr auf ihn konzentrierte und dies seiner Leistungen nicht abträglich war. Der 26-jährige war in den Top 15 der Welt angekommen.

Mit guten Leistungen beim Olympiatest in Korea, in Chamonix und in Norwegen gelang Andi schließlich die doppelte Qualifikation für das Weltcup-Finale, welches dieses Jahr in St. Moritz stattfand. Dies gelang aus deutscher Sicht zuletzt Markus Wasmeier vor über 20 Jahren. Hätte man dies Andi vor der Saison erzählt, dann hätte er das nicht geglaubt. „Sicherlich war das Finale ein Ziel. Aber dass es in zwei Disziplinen klappt, war die Krönung einer außergewöhnlichen Saison. Umso besser, dass ich dann auch noch mit dem sechsten Platz meine Bestleistung noch einmal verbessern konnte.“ Eine Saison wie im Rausch!

Wenn auch alle Saisonziele damit mehr als übertroffen war, konnte Andi sich nach dem Weltcup-Finale noch über einen weiteren, etwas kleineren Erfolg freuen. Bei den deutschen Meisterschaften holte er sich zum ersten Mal den Titel in der Kombination, sein siebter Titelgewinn insgesamt.

Ob Andi die Leistungen des vergangenen Winters im kommenden konservieren kann, weiß man nicht. Fest steht aber, dass es die erfolgreichste Saison eines „alpinen Westfalen“ überhaupt war und allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Besser als je zuvor

Mit dem sechsten Platz im Super G von St. Moritz beendete Andreas Sander den diesjährigen Weltcup-Winter und erreichte die beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere. Nachdem er tags zuvor als 17. der Abfahrt noch mit seiner Leistung haderte, ging ihm im Super G ein Lauf von der Hand, der den erfolgreichen Schlusspunkt auf eine in dieser Form nie erwartete Saison setzte.

„Ja, es war schon überraschend, wie gut die Saison für mich lief“, resümierte Andi seine Leistungen der letzten Monate. „Diesen Winter hatte ich in der ein oder anderen Situation das Glück, dass mir in den Vorjahren gefehlt hatte. Aber insgesamt fiel alles nicht vom Himmel, sondern es ist das Ergebnis von zwei Jahren harter und konsequenter Arbeit.“

Die Bilanz des gebürtigen Westfalen nach 24 Rennen kann sich wahrlich sehen lassen: 11 mal fuhr Andi unter die ersten 15, 22 mal in die Punkteränge. Im Super G-Weltcup wurde er am Ende 15., in der Abfahrt und in der Superkombi jeweils 25.. Nach Abschluss der regulären Saison lag er auf Platz 30 des Gesamtweltcups. 317 Weltcup-Punkte sorgten für das beste deutsche Speed-Ergebnis seit mehr als 20 Jahren. Ein Wahnsinn!

Diese Leistungen sprechen für sich und sollen diesmal nicht weiter kommentiert oder analysiert werden. Alle, die im Team Sander seit Jahren am Erfolg Mitarbeitern, freuen sich und fühlen Genugtuung nach dieser Saison. Allen sei ausdrücklich gedankt. Der größte Dank gilt Andi für einen tollen Winter.

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Weltcup-Finale

Mit zwei sehr starken Auftritten im norwegischen Kvitfjell beendete Andreas Sander die reguläre Weltcup-Saison und qualifizierte sich erstmals in seiner Laufbahn für das Weltcup-Finale. Zum erlauchten Kreis dieser 25 Disziplinbesten gehört Andi sowohl im Super G als auch in der Abfahrt, weshalb er diese Woche noch zweimal sein Können unter Beweis stellen darf.

Den Auftakt eines sehr guten Rennwochenendes machte die Abfahrt am Samstag. Am Ende einer couragierten und aktiven Fahrt konnte sich Andi über Platz 12 freuen. „Das war jetzt immerhin mein drittbestes Resultat in der Abfahrt und ein weitere Top 15 Platzierung. Jeder Fahrt in diesen Bereich gibt weiteres Selbstvertrauen und bestätigt die Vorleistungen. Dass ich als 25. im Abfahrts-Weltcup jetzt auch in St. Moritz starten darf, freut mich sehr“, berichtete Andi am Montag beim Zwischenstop im heimischen Burgberg, „auch wenn das wirklich eine Punktlandung war. Aber egal: Finale ist Finale.“

Insbesondere vom Gefühl her noch etwas besser lief es im Super G vom Sonntag. Mit Startnummer 6 ins Rennen gegangen übernahm Andi erstmals im Weltcup im Ziel die Führung und durfte immerhin zehn Läufer lang in der Leaderbox warten. Am Ende wurde Andi 10. und stellte damit seine bisherige Bestleistung im Super G ein. „Der Super G war wirklich eines meiner besten Rennen bisher. Ganz unabhängig vom Ergebnis konnte ich da wirklich sehr zufrieden mit meiner Fahrt sein; sowohl technisch als auch vom Engagement her.“ Auch wenn der Qualifikation fürs Weltcup-Finale im Super G nur noch rechnerische Möglichkeiten entgegenstanden, arbeitete Andi sich im der Disziplinenwertung somit auf Platz 17 vor und manifestierte so seinen Startplatz für Finale der besten 25 im Engadin. „Im Super G lief es zu Beginn meiner Weltcup-Laufbahn ja nicht so gut. Deswegen bin ich sehr zufrieden, dass ich im Super G beginnend mit dem Vorjahr einen Riesensprung gemacht habe und ich da wirklich regelmäßig in die Top 15 gefahren bin. Das zeigt, dass der grundsätzliche Weg der letzten beiden Jahren der richtige war und gibt viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“

Den durch die Teilnahme am Weltcup-Finale entstehenden Reisestress nimmt Andi gerne in Kauf. Sonntag Abend ging es von Norwegen zurück ins Allgäu, Montag Nachmittag war Abreise in die Schweiz. Dienstag findet das einzige Training zur Abfahrt vom Mittwoch statt, Donnerstag wird der Super G sein letztes Weltcup-Rennen der Saison sein. „Vor der Saison hat unser Trainer Christian Schwaiger gesagt, dass er den Kurs beim Super G-Finale setzen wird. Und schon deswegen müsse einer von uns dabei sein. Also bin ich froh, Christian den Gefallen tun zu können“, scherzte der 26-jährige von der SG Ennepetal. „Ernsthaft bedeutet mir die Teilnahme in St. Moritz schon sehr viel. Es ist einfach Bestätigung einer konstant guten Saison. Eine Zugabe, die ich jetzt einfach mal in vollen Zügen genießen möchte.“

Nebenbei bemerkt dürfte Andi damit erst der zweite deutsche Doppelstarter in Abfahrt und Super G sein, seit das Weltcup-Finale in seiner nunmehrigen Form 1993 eingeführt wurde. Zuletzt gelang dies eben bei der Einführung Ski-Legende Markus Wasmeier.

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Norwegen ruft

Der Weg zum letzten, regulären Weltcup-Wochenende des Winters führt Andreas Sander ins norwegische Kvitfjell. Auf der Olympiapiste von 1994, wo Markus Wasmeier für einen historischen Doppeltriumph sorgte, wird am Samstag eine Abfahrt ausgetragen, am Sonntag ein Super G. Für die Speedfahrer bietet sich die letzte Möglichkeit, sich für das Weltcup-Finale der besten 25 Athleten zu qualifizieren.

Eine Chance, die auch Andi ergreifen möchte. „Im Super G bin ich 18. im Weltcup. Da kann ich nur noch rechnerisch aus den Top 25 rutschen. Aber sicher ist noch nichts. In der Abfahrt aber muss ich noch einmal eine sehr gute Leistung bringen. Als 24. im Weltcup ist es da noch richtig eng“, berichtete Andi am Freitag aus Norwegen.

So gelangt er auch schnell zu seinen Zielen für das Wochenende, die sich weniger an Zahlenspielen festmachen. „Ich bin diese gut damit gefahren, mir eine gute Fahrt und allenfalls Bestleistung am Hang vorzunehmen. Hier in Kvitfjell liegt diese in der Abfahrt bei 28. Sogar tief in den 60 war ich hier schon. Mit einer guten Fahrt sollte es mir in der Abfahrt möglich sein, auch hier persönliche Bestleistung zu erzielen.“ Wenn am Ende dann das Weltcup-Finale in beiden Disziplinen erreicht wäre, dann wäre das die Krönung auf einer sehr erfolgreiche Saison für den Wahl-Allgäuer von der SG Ennepetal.

Die Piste, die den Namen „Olympiabakken“ trägt und seit 1995 regelmäßig im Weltcup gefahren wird, gehört zu Andis Favoriten. „Prinzipiell mag ich den Hang sehr, weil er sehr vielseitig ist. Hier wird gesprungen, es hat ausreichend Geschwindigkeit und ist gerade oben technisch sehr anspruchsvoll. Da wird schon der komplette Abfahrer gefordert. Leider ist es mir hier eigentlich nur letztes Jahr im Super G ein guter Lauf gelungen. Wäre gut, wenn zwei weitere jetzt dazukommen würden“.

Beide Rennen werden Live im ZDF und auf Eurosport übertragen.

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Wieder Top 15

Beim Weltcup Super G von Hinterstoder bestätigt Andreas Sander mit dem 14. Platz seine weiterhin gute Form. Damit fuhr er zum 9. Mal in dieser Saison und seiner Laufbahn in die Top 15, zum insgesamt 15. Mal hintereinander in die Top 30 – eine beeindruckende Bilanz für den 26-jährigen Westfalen.

Als Andi im Ziel die Zwischenzeiten sah, wusste er nicht so recht, ob sein Glas nun halb voll oder halb leer gewesen war. „Insgesamt war das schon ein guter Lauf von mir. Aber der Blick auf die Zwischenzeiten zeigt, dass ich im oberen Steilhang eine Top 10-Platzierung habe liegen lassen. Das ärgert mich dann schon, weil mir der Teil eigentlich liegt. Bisher bin ich meine besten Rennen immer auf eisigen, im Schatten liegenden Pisten gefahren. Da bin ich heute leider zu rund und zu wenig auf Angriff gefahren“, berichtete Andi am Nachmittag aus Oberösterreich. „Gestern habe ich mir gedacht, dass eventuell die tiefen Nummern dort enorme Probleme bekommen werden, weil die zu direkt fahren könnte, das aber vielleicht nicht der richtige Weg wäre. Aber direkter als ich es gefahren bin, wäre es wohl doch gegangen. Das weiß ich jetzt.“

Eventuell stand der Wahl-Allgäuer auch etwas unter dem Eindruck der Riesenslalom-Lastigkeit des Events in Hinterstoder. Gestern und Sonntag diente und dient der Hang nämlich den Riesenslalom-Fahrern des Weltcups als deren Bühne. Bei solch drehenden Rennen, bei denen sich beispielsweise Riesenslalom-Ikone Marcel Hirscher Chancen ausrechnet, fehlt Andi vielleicht noch etwas das Vertrauen in wiedergewonnenen technischen Fertigkeiten. Dies ist aber schon allein deshalb unbegründet, weil Andi gerade auf den stark drehenden Kursen in diesem Winter meist zu überzeugen wusste.

Am Ende sollte der Skifahrer der SG Ennepetal mitnehmen, dass es die direkt hinter ihm platzierten Beat Feuz, Hannes Reichelt, Dominik Paris und Steven Nyman auf zusammen 78 Podiumsplatzierungen im Weltcup gebracht haben. Andi bestätigt damit seine Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze und kann sich nunmehr berechtigte Hoffnungen machen, als erster Deutscher seit einigen Jahren beim Weltcup-Finale der besten 25 Fahrer der Saison am Start zu sein.

Die nächsten und gleichzeitig letzten Rennen vor dem Weltcup-Finale finden am 12. und 13. März in Norwegen statt. Auf den Olympiapisten von Lillehammer 1994 wird eine Abfahrt und ein Super G ausgetragen.

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Pisten-Neuland

Wenn Andreas Sander am Samstag beim Super G im österreichischen Hinterstoder starten wird, betritt er zum zweiten Mal in dieser Saison „Pisten-Neuland“. Nach den vorolympischen Rennen in Korea macht der Weltcup-Zirkus nunmehr in der Steiermark auf einer Piste halt, die nur in unregelmäßigen Abständen Teil des Weltcups ist. Gefahren ist Andi hier noch nicht. Bei der letzten Befahrung 2011 zog es der damals 21-jährige Westfale noch vor, eine Rennpause vor der Heim-WM in Garmisch einzulegen.

Bei neuen Hängen wird üblicherweise am Tag vor dem eigentlichen Rennen die Möglichkeit einer Hangbesichtigung eingeräumt. „Dann haben wir knapp eine Stunde Zeit, und können dann zwei, dreimal den Hang runter fahren, um so einen Eindruck vom Gelände zu bekommen“, berichtete Andi, der mit Startnummer 25 ins Rennen gehen wird. „Wegen des Riesenslaloms heute fiel das aber leider aus, so dass das ein richtiger Super G für all die wird, die heute noch nicht am Start waren.“ Das könnte natürlich ein Vorteil für all diejenigen Starter sein, die heute auch den Riesenslalom gefahren sind und das Gelände bereits besser kennen.

Dennoch ist der Wahl-Allgäuer, der nach seiner Grippe inzwischen vollständig genesen ist, guten Mutes: „Im Super G habe ich wirklich eine Riesensprung diesen Winter gemacht. Das würde ich gerne auch wieder hier zeigen und einen couragierten Lauf zeigen. Wenn wir das gelingt, dann sollte auch das Ergebnis passen.“

Das Rennen wird um 12h gestartet und Live im ZDF und auf Eurosport übertragen.

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Punkte in Chamonix

Nein, von Schadensbegrenzung wollte Andreas Sander nach dem Speed Wochenende in Chamonix nicht reden. Denn in seiner bislang stärksten Saison hat er nicht wirklich mehr was zu verlieren. „Es hätte schlechter kommen können – so würde ich das Wochenende in Frankreich eher zusammenfassen“, lautete sein Fazit nach der Rückkehr ins heimische Burgberg.

Die Vorzeichen waren mit starker Grippe einschließlich Besuches beim Notarzt alles andere als gut. Auch Platz 30 als bislang beste Abfahrtsleistung in Chamonix deutete an, dass die Trauben in den französischen Alpen etwas höher hängen sollten. Und so fiel mit Platz 28 in der Superkombination und 24 in der Abfahrt die Punkteausbeute dann auch deutlich bescheidener als in der jüngsten Vergangenheit aus. Dennoch wollte der gebürtige Westfale von einer Enttäuschung nichts wissen. „Enttäuscht bin ich allenfalls von der Kombi-Abfahrt. Da habe ich wirklich keine gute Leistung gezeigt, wenn ich auch nicht genau erklären kann, warum das so war.“

Viel besser lief es dann in der Abfahrt. „Da bin ich mit meiner Fahrt eigentlich sehr zufrieden“, meinte Andi. „Vor dem Gleitstück lag ich noch auf Kurs der Top 10, im Gleiten habe ich dann sehr viel verloren. Warum ich beim Gleiten dann soviel Zeit habe liegen lassen, kann ich auch nicht so recht nachvollziehen. Ich vermute mal, dass das mit dem Schnellfall zu tun hatte, der um meine Startnummer herum doch sehr stark war. Das lange Gleitstück ist recht flach, und da bringen die Rutscher nicht wirklich viel. Wenn es dann schneit, dann hast Du keine Chance. Dennoch scheint es so, dass ich mit der Verbesserung meiner Technik auch etwas bei den Gleitfähigkeiten eingebüßt habe. Das werde ich jetzt mal genauer analysieren müssen.“

Am Ende galt es das Positive festzuhalten: Wieder einmal konnte Andi seine Bestleistung an einem Weltcup-Hang verbessern. Technisch zeigt Andi seine bisher beste Leistung auf der Kandahar-Piste von Chamonix. Und sage und schreibe 14 Rennen in Folge fuhr Andi jetzt Weltcup-Punkte ein. Eine in der Konstanz sehr beachtliche Leistung des 26-jährigen Ausnahmeathleten der SG Ennepetal.

Nächstes Rennen wird für Andi der Super G Weltcup am Samstag in Hinterstoder sein. „Leider konnte ich wegen meiner Grippe nicht vor Frankreich wie geplant auf dem Hang trainieren. Aber nicht desto trotz freue ich mich schon sehr auf das Rennen. Am Hang werden sicher extrem viel Zuschauer sein, was grundsätzlich immer sehr motivierend ist. Beim der letzten Austragung des Weltcup dort habe ich zugunsten einer kleinen Pause vor der Heim-WM auf den Start verzichtet. Also wird das nach Korea meine zweite Premieren-Fahrt diesen Winter.“

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Geschwächt nach Chamonix

Es gibt auf der Weltcup-Karte Orte, an die Andreas Sander keine besonders guten sportlichen Erinnerungen hat. Auf dieser Liste ganz weit oben stehen dürfte Chamonix. Im wohl mondänsten Ski-Ressort der französischen Alpen wird am Samstag eine Abfahrt ausgetragen. Tags zuvor ist eine Superkombi terminiert.

Hoffnungen auf ein weiteres Resultat in den Top 15 können weder mit einem Blick in die Vergangenheit, noch auf die jüngste Vergangenheit begründet werden. „Meine Bestleistung in Chamonix war 2011 ein 30. Platz. Das war damals ok, zeigt aber auch, dass ich hier so meine Probleme habe“, berichtete Andi am Donnerstag aus den Hochsavoyen. „Die Piste besteht im Wesentlichen aus zwei weiten Sprüngen, einem technisch anspruchsvollen Bereich oben und unten sehr langen Gleitstücken. Irgendwie lief es bei mir da noch nicht. Das soll sich jetzt ändern.“

Eine deutliche Verbesserung der Bestleistung aufgrund der guten Ergebnisse der Vorwochen zu erwarten, wäre ebenfalls fehl am Platze. Eine schwere Grippe zwang Andi zu einer mehrtägigen Bettruhe. Gerade noch rechtzeitig zur rund 500 km weiten Anreise wurde Andi transportfähig. „Beim ersten Training war ich dann zumindest schon so gut beisammen, dass ich die Fahrt als Besichtigung unter rennähnlicher Geschwindigkeit nutzen konnte. Beim Abschlusstraining vom Donnerstag sollte ich schon etwas mehr Kraft haben. Im Grunde erwarte ich mir jetzt jeden Tag eine Verbesserung der körperlichen Verfassung und damit von Tag zu Tag einen besseren Lauf.“

Wenn alles gut läuft, sollte Andi dann Samstag fit genug sein, um die gut zweiminütige Fahrt auf der Kandahar-Piste von Chamonix mit 100% körperlicher Konstitution zu fahren. Übertragen werden die Rennen am Freitag und Samstag in der ARD und auf Eurosport.

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Wieder Top 10

Nachdem der Olympiatest im koreanischen Jeongseon mit einer Enttäuschung begann, lief es dann umso besser für Andreas Sander. Nach einem die eigene Erwartung nicht erfüllenden 27. Platz in der Abfahrt vom Samstag, konnte er am Sonntag beim Super G mit dem zehnten Platz seine Karrierebestleistung einstellen. Dementsprechend zufrieden konnte sich Andi auf die Heimreise ins Allgäu machen.

„Von den vier Läufen auf dem Hang waren drei wirklich gut. Ärgerlicherweise war mein schlechtester Lauf ausgerechnet im Abfahrtsrennen, so dass ich da nicht zufrieden sein kann“, berichtete Sander aus Südkorea und rätselte auch noch am Tag nach der Abfahrt ein wenig über deren Ausgang. Sehr wahrscheinlich war die Fahrt einfach zu rund, nicht direkt genug. „Der Grad zwischen zu direkt und zu weich ist auf dem Kunstschnee hier wirklich sehr schmal.“

Es besser zu machen als in der Abfahrt, war dann auch das Ziel für den Super G vom Sonntag. Und dieses Vorhaben sollte gelingen. „Das Kitzbühel-Ergebnis wiederholt zu haben, ist wirklich eine feine Sache. Mit meiner Fahrt kann ich weitestgehend zufrieden sein. Es bleibt dabei, dass noch Luft nach oben ist. Aber mein Grundspeed ist momentan wirklich gut.“

Als Teamplayer freute sich Andi auch darüber, dass mit Klaus Brandner ein weiterer Deutscher unter die Top 15 gefahren ist. Nachdem Thomas Dreßen in der Abfahrt bereits in die Punkte fuhr, konnte somit jeder der drei Deutschen mit positiven Eindrücken Korea verlassen. „Natürlich sind wir Individualsportler; aber Leistung hängt auch von einer guten Grundstimmung im Team ab. Und da ist es einfach gut, wenn wir als Gruppe Erfolge haben.“

Nächster Start für den Skifahrer der SG Ennepetal wird in zwei Wochen sein, wenn sich die Speedfahrer in Chamonix zum Weltcup einfinden werden.

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Rennen in Korea

Kaum sind die Alpenklassiker Geschichte, steht für Andreas Sander ein mit großer Spannung erwartetes Rennwochenende auf dem Programm. Im koreanischen Joengseon wird auf der Piste der olympischen Winterspiele 2018 der erste und einzige vorolympische Testlauf ausgetragen. Samstag findet eine Weltcup-Abfahrt statt, Sonntag wird um Weltcup-Punkte im Super G gefahren.

Schon vor der Anreise nach Korea war die Vorfreude bei Andi riesengroß: „In Asien war ich noch nie gewesen, erst Recht nicht zum Skifahren. Nachdem ich schon in Europa, Nord- und Südamerika Rennen fahren durfte, ist das erste Rennen in Asien schon etwas besonderes. Im Grunde fehlen mir dann noch Ozeanien und Afrika um einmal auf der ganzen Welt auf Ski gestanden zu sein. Natürlich werden wir nicht viel von Korea sehen. Aber ein kleiner Eindruck ist sicher besser als keiner. Daher freue ich mich schon auf diese neuen Eindrücke.“

Abseits aller kultureller Erfahrungen geht es jedoch auch um die Sammlung von Weltcup-Punkten und möglichst viel Informationen in Blickrichtung Olympia 2018: „Vorausgesetzt ich qualifiziere ich mich für die 2018er Spiele, wird das die einzige Chance sein, sich vorher mit dem Gelände, der groben Kurssetzung und dem Schnee vertraut zu machen. Da zählt jede Fahrt und jeder Tag. Denn das, was wir hier vorfinden, ist schon deutlich anders als das, was wir sonst haben“, berichtete der Fahrer der SG Ennepetal nach dem Abschlusstraining vom Freitag.

Die Besonderheiten fangen bereits mit der Anreise an. „Wir wohnen nicht an der Piste, sondern in der Nähe der Skisprungschanze. Von dort fahren wir dann gemeinsam in Reisebussen zum Abfahrtshang.“ Auch der Schnee ist anders als gewohnt, wie Andi berichtete: „Wir fahren hier auf einer sehr harten Kunstschnee-Piste. Dieser Schnee ist extrem trocken, daher sehr aggressiv und griffig. Deswegen ist sehr, sehr viel Gefühl gefragt. Die Abfahrt selbst erfordert sicherlich keine besondere Überwindung. Die Herausforderung ist es hier, einfach sauber zu fahren. Es ist selten flach, aber auch kaum richtig steil. Jeder Fehler dürfte viel Zeit kosten, weil einem sofort Geschwindigkeit fehlt. Schlüssel zum Erfolg wird sein, nicht zu hart, aber auch nicht zu weich zu fahren.“

Der größte Gegner eines guten Ergebnisses könnte ein unsichtbarer werden. „Es scheint hier immer etwas windig zu sein. Aber nicht aus einer Richtung, sondern wechselnd. Man das hat im Training schon gesehen, dass der ein oder andere Rückenwind hatte, andere aber Gegenwind. Das könnte im Rennen eventuell wirklich den Ausschlag geben“, so der Wahl-Burgberger.

Grundsätzlich ist Andi aber mit den ersten Eindrücken sehr zufrieden. „Das Fahren macht hier schon sehr viel Spaß. Wir haben vier Sprünge, von denen drei bis zu 55 Meter gehen. Es ist alles sehr drehend und man hat kein Gleitstück. Alles ist irgendwie anders, als das, was wir sonst haben. Und genau das ist vielleicht eine der Herausforderungen. Deswegen ist mein Ziel für die beiden Rennen auch einfach nur zwei gute Läufe hinzubekommen mit möglichst wenig Fehlern. Wenn wir das gelingt, dann werden die Ergebnisse schon stimmen.“

Start der Rennen wird jeweils um 4.00 mitteleuropäischer Zeit sein. Im Laufe des Samstag und Sonntag vormittags werden die Rennen vom ZDF und Eurosport zeitversetzt übertragen.

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Achter in Garmisch

Mit einem sehr guten achten Platz beim Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen setzte Andreas Sander einen erfolgreichen Schlusspunkt unter die Januar-Klassiker im Abfahrts-Weltcup. Erstmals blieb er im Weltcup „einstellig“ und verbesserte zum fünften Mal in dieser Saison eine persönliche Bestleistung. Dabei zeigte sich Andi zunächst sogar noch enttäuscht von seiner Leistung.

Mit Startnummer 4 ging Andreas in den deutschen Klassiker auf der Kandahar. „Nach der Nummernauslosung dachte ich mir im Hinblick auf das warme Wetter, dass das Losglück war. Deshalb habe mir insgeheim schon ein Top 15-Resultat ausgerechnet. Im Ziel dann als Zweiter von vier Läufern war ich zunächst enttäuscht.“ Zu diesem Zeitpunkt konnte Sander allerdings noch nicht wissen, dass der bis dahin führenden Slowene Bostjan Kline am Ende sensationell Zweiter werden würde. Als der Wahl-Allgäuer nach 15 Läufern aber immer noch Fünfter war, deutete sich die veränderte Gemütslage an. Nach insgesamt 59 Teilnehmern stand nicht nur mit Aleksander Aamodt Kilde der Überraschungssieger fest, sondern mit dem achten Platz auch das beste Weltcup-Ergebnis seiner bisherigen Laufbahn.

„Das macht mich natürlich sehr glücklich. Beim Heimrennen eine Bestleistung zu erzielen, ist ein überragendes Gefühl. Sicher weiß ich, dass heute vieles mir in die Hand gespielt hat. Insbesondere war es heute warm, so dass die tiefe Startnummer seine Wirkung gezeigt hat. Aber am Ende bleibt ein schöner Tag für mich, meine Mannschaft, meinen Ausrüster Atomic und nicht zu vergessen auch für meinen Kopfsponsor Xenofit. Es freut mich besonders, dass ich unweit der Firmenzentrale in Tutzing das in mich gesetzte Vertrauen beim Heimspiel bestätigen konnte.“

Nachdem nunmehr die nominell wichtigsten Rennen der Saison hinter dem 26-jährigen Skifahrer der SG Ennepetal liegen, konnte in Anwesenheit seiner engsten Helfer ein erstes Zwischenfazit gezogen werden. Sage und schreibe elf Mal fuhr Andi hintereinander in die Punkte, davon sechs mal in die Top 15. In den drei Disziplinen-Weltcups Abfahrt, Super G und Kombi liegt er auf 23, 20 und 23. „Das ist schon Wahnsinn, wie das dieses Jahr explodiert“ sagte Andi. „Das freut mich ungemein. Aber die Erwartungshaltung darf jetzt nicht zu hoch werden. Jedes Rennen fängt bei Null an. In Chamonix zum Beispiel war ich einmal auf 30 gewesen. Dann ist klar, dass ein 19. Platz dort im kommenden Februar kein Debakel für mich wäre. Ich gebe weiter mein Bestes, aber keiner soll jetzt glauben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich auf dem Podium bin. Ich muss mich vielmehr nach unten absichern, will einfach konstant deutlich in die Punkte fahren.“ Übrigens fuhr Andi bei jetzt 73 Weltcup-Rennen 29 Mal in die Punkte.

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Heim-Weltcup

Eine Woche nach dem Spektakel von Kitzbühel steht für Andreas Sander bereits der nächste Höhepunkt an. Auf der Kandahar-Piste von Garmisch-Partenkirchen wird Andi sein jährlich einziges Weltcup-Rennen auf deutschem Boden bestreiten. Die Vorfreude auf die Abfahrt am Samstag ist dementsprechend groß.

„Das ist für uns deutsche Athleten schon ein anderes Rennen hier. Man kennt die Wege zur Piste, die Liftanlagen, das Gelände, die Menschen, die hier arbeiten und helfen. Das macht die Eingewöhnung schon einfacher, was sicher kein Nachteil ist“, berichtete Andi am Freitag aus dem Werdenfelser Land. Nicht unangenehm ist dem Teamplayer Sander dabei, dass der DSV mit der größten Mannschaft des Jahres antritt. Das liegt daran, dass neben Klaus Brandner und dem wiedergenesenen Thomas Dreßen das deutsche Europacup-Team als Vorläufer am Start sein wird.

Mit dem Zustand der Kandahar war Andi nach dem ersten Training am Donnerstag sehr zufrieden: „Wie eigentlich immer hier in Garmisch ist die Piste in gutem Zustand. Weil es doch recht warm ist, war der Schnee etwas schmierig. Aber das hält sich noch in Grenzen, weil kaum Sonne an die Piste kommt. Im Rennen aber, wo wir von der Uhrzeit her später starten und die Startabstände größer sind, wäre eine einstellige Nummer sicher nicht von Nachteil.“ Gefahren wird übrigens im Wesentlichen auf der „alten Piste“, also ohne den „freien Fall“.

Der sechste Platz im ersten Training hatte laut Aussage des Neu-Burgbergers folgende Aussagekraft: „Gar keine. Viele hatten heute mindestens einen großen Fehler. Ich dagegen hatte einen recht flüssigen Lauf. Im Rennen wird dieser Lauf ganz sicher nicht für Punkte langen. Ich muss da noch in allen Passagen eine ordentliche Schippe drauf legen. Aber die Basis von heute stimmt. Insgesamt könnte das ein gutes Rennen für mich werden“.

Wann ein Rennen aus Sicht des Skifahrers der SG Ennepetal gut wäre, erklärt er wie zuletzt fast immer: „Vor der Saison wollte ich auf jeder Piste einen Schritt nach vorne machen. Diesen Schritt möchte ich auch in Garmisch gehen. Vorteil für mich ist hier: Auf der kompletten Kandahar bin ich kurioserweise erst einmal, nämlich 2011 bei der WM gefahren und nicht ins Ziel gekommen. Im Weltcup bin ich zweimal hier gefahren, allerdings beides mal nur die Sprint-Abfahrt.“ Der Blick auf die Statistik zeigt, dass Andi im Weltcup bislang erst zweimal in Garmisch am Start war. Beides mal wurde die Abfahrt als Sprint ausgetragen. Platz 21 war das bislang beste Ergebnis. „Das zu verbessern ist also mein Ziel für den Samstag. Aufgrund meiner guten Form und mit etwas Losglück ist das ein Ziel, dass ich mir durchaus stellen kann.“

Auch wenn die Abfahrt von der ARD und Eurosport am Samstag ab 11.25h live und gewohnt gut übertragen wird, so wirbt Andi ausdrücklich um das Erscheinen der deutschen Zuschauer. „Näher kommt der Weltcup diesen Winter nicht. Deswegen wäre es schön, wenn viele Zuschauer den Weg nach Garmisch finden und das kleine, aber hochmotivierte deutsche Team kräftig unterstützen würden.“

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Zum Schluss Top 20

Nach Platz 10 im Super G und Platz 15 in der Kombination, wurde Andreas Sander zum Abschluss der diesjährigen Rennen auf der Streif von Kitzbühel 17. in der Abfahrt. In einem Rennen, dass sicherlich in die Geschichte des Ski-Sports eingehen wird, setzte der Fahrer von der SG Ennepetal seinen Aufwärtstrend fort, profitierte aber auch von schlechter werdenden Bedingungen seiner Mitbewerber und einem Abbruch des Rennens.

Als Andreas mit früher Startnummer 3 im Ziel der Hahnenkamm-Abfahrt angekommen war, meinte er zunächst mit seiner Fahrt sehr zufrieden sein zu können: „Im ersten Moment dachte ich schon, dass mir ein guter Lauf gelungen war. Doch beim späteren Blick auf die Zwischenzeiten und auf die TV-Bilder, habe ich dann gesehen, dass ich zur Mitte des Rennens nicht optimal Ski gefahren bin“, fasste Andi seinen Lauf zusammen. „Aber wenn ich mit einem weniger guten Lauf noch 17. werde, dann kann und muss ich insgesamt zufrieden sein. Vor dem Rennen wollte ich meinen 16. Platz vom Vorjahr auf der kurzen Streif auf der langen bestätigen. Das ist mir im Wesentlichen gelungen. Insgesamt war das immerhin die viertbeste Abfahrts-Platzierung meiner Karriere. Das passt soweit.“

Den Rennabbruch nach den ersten 30 Fahrern sah Andi zwiegespalten. „Als ich vor einem Monat noch Startnummer 40 hatte, hätte ich mich sicherlich darüber geärgert. Aber man muss objektiv sagen, dass die Sicht immer schlechter wurde. Und mit hoher Startnummer will man nach vorne fahren, riskiert naturgemäß mehr. Zwei Kreuzbandrisse unter den ersten 30 Startern war schon heftig. Aber keiner hat sich am Kopf verletzt, was das Schlimmste gewesen wäre. Um solche Verletzungen zu vermeiden, war der Rennabbruch richtig. Sicherlich wäre ich ohne Rennabbruch nicht 17., sondern vielleicht 20. geworden. Aber die Gesundheit geht einfach vor.“

Auf das ganze Rennwochenende zurückblickend, war der 26-jährige aus Burgberg mehr als nur zufrieden. „In einem Jahr ohne WM und Olympia, ist Kitzbühel klar der Saison-Höhepunkt. Im Super G und in der Kombi habe ich mein bestes Karriereresultat erzielt, in der Abfahrt habe ich mich fast um 20 Plätze auf langer Strecke verbessert. Wäre ich damit nicht zufrieden, dann wäre ich abgehoben“, sagte Andi nach dem besten Weltcup-Wochenende seiner Karriere.

Sicherlich darf man nicht vergessen, dass sich nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Tobias Stechert und Josef Ferstl die Aufmerksamkeit der Median von den ehemaligen Juniorenweltmeister fokussiert hat. Der damit verbundene Stress geht zu Lasten der Regeneration und hatte sicherlich auch Einfluss auf die Konzentration am Samstag. Auch das ist sicherlich einer von vielen Lernprozessen, den Andi gehen muss auf seinem Weg zur Weltspitze.

Die Bilanz der letzten Wochen liest sich nun wirklich beeindruckend: Neun mal in Folge fuhr Andi nun in die Weltcup-Punkte, davon fünf mal in die Top 15. Mit 139 Punkten holte er zehn Rennen vor Ende der Saison schon fast doppelt soviel Punkte wie in seiner bisher besten Saison 2011/12. Die Sache des Westfalen beginnt so richtig Fahrt aufzunehmen.

Weiter geht es für Andi bereits am kommenden Wochenende, wenn in Garmisch-Partenkirchen das einzige Heim-Rennen der Saison ansteht. „Darauf freue ich mich ganz besonders und will versuchen, dort meine bisherigen Leistungen zu bestätigen.“

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Zehnter im Super G

Wenn es mal läuft, dann läuft es: Andreas Sander von der SG Ennepetal rast derzeit von einer persönlichen Bestleistung zur nächsten. Ausgerechnet auf der legendären Streif von Kitzbühel fuhr er nach couragierter Fahrt auf Platz 10 und erzielte damit das beste Super G-Resultat seiner bisherigen Laufbahn.

Weil Andi erstmals im Super G in den Top 30 starten durfte, waren die Ziele schon etwas höher gesteckt als zuletzt: „Ich wollte eine gute Fahrt zeigen, die mich dann zumindest sicher in die Punkte bringt. Heute morgen habe ich mich dann aber nicht ganz so gut gefühlt“, so Andi im Ziel.

Offensichtlich täuschte das Gefühl den Super G-Juniorenweltmeister von 2009. Bei immer schlechter werdenden Sichtverhältnissen kam der Wahl-Burgberger mit Startnummer 29 als 10. ins Ziel. Und weil keiner der noch nachfolgenden 70 Athleten Andi verdrängen konnte, blieb beim Platz unter den Top 10. „Auf der Piste lief es etwas besser als erwartet und ich war mit meiner Fahrt zufrieden. Dass es am Ende für den zehnten Platz reicht, überrascht mich etwas, freut mich aber natürlich.“ Übrigens verbesserte Andi damit den „Deutschen Rekord“ im Super G von Kitzbühel. Stephan Keppler hielt als 14. von 2010 die Bestmarke.

Beeindruckend ist zur Zeit, mit welcher Konstanz sich der 26-Jährige inzwischen auf den schwersten Pisten der Welt präsentiert: Zum insgesamt siebten Mal hintereinander fuhr Andi in die Weltcup-Punkte, zum vierten Mal hintereinander an einem Speed-Wochenende wenigstens einmal in die Top 15. „Ja, momentan läuft es wirklich ganz ordentlich. Ich bin zwar grundsätzlich nicht so zahlenorientiert, aber ganz schlecht klingt das nicht“, genießt Andi natürlich die derzeitige Wertschätzung.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass mit Klaus Brandner auch der zweite Starter der von Verletzungssorgen geplagten deutschen Mannschaft als 29. in die Punkte fuhr. „In so vieler Hinsicht ist eine starke Mannschaft für jeden von uns ein Vorteil. Deswegen ist es gut und freut mich auch, dass Klaus heute auch Punkte holen konnte.“

Am Samstag steht mit der Abfahrt der Saison-Höhepunkt auf dem Programm. Gut 70.000 Zuschauer werden in die Kitzbüheler Alpen kommen und den schnellsten Skifahrern der Welt zujubeln.

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Die Streif ruft

Noch mehr als sonst schon konzentriert sich in einem Winter ohne Weltmeisterschaft oder Olympische Winterspiele die öffentliche Wahrnehmung auf das größte jährliche Spektakel des Wintersports: Freitag und Samstag treten die Speed-Spezialisten an, um die legendäre Streif von Kitzbühel zu zähmen. Mit am Start sein wird Andreas Sander von der SG Ennepetal.

Erst zum vierten Mal  wird Andi am Start der Hahnenkamm-Abfahrt stehen. Die bisherigen Erfahrungen sind eher als mäßig zu bezeichnen: „Als 16. habe ich letztes Jahr in Kitzbühel mein damals bestes Weltcup-Ergebnis eingestellt. Aber das war auf der verkürzten Abfahrt ohne Mausefalle und Steilhang. Auf der kompletten Streif war ich bisher 37. und 55.. Vor drei Jahren kam ich erst gar nicht zum Starten, weil ich mir beim Einfahren das Kreuzband gerissen habe“, berichtete Andi am Donnerstag aus Tirol. Demnach halten sich die positiven Erfahrungen derart in Grenzen, dass nicht unbedingt von der erneuten Verbesserung des besten Karriereleistung auszugehen ist.

„Das bedeutet aber nicht, dass ich hier ohne Ambitionen an den Start gehe. In Gröden und Wengen habe ich vor dieser Saison auch keine guten Vorleistungen gezeigt und dann im Rennen einen ordentlichen Sprung gemacht. Dass mir das auch hier gelingt, ist mein Ziel für Kitzbühel. Wenn ich in der Abfahrt deutlich in die Punkte fahre, und meine Startposition in den Top 30 halte, dann wäre ich zufrieden.“

Während Andi in der Abfahrt am Samstag schon zum dritten Mal hintereinander unter den Top 30 starten wird, so geht er im Super G am Freitag erstmals mit tiefer Nummer ins Rennen. „Im Super G habe ich zuletzt mit hohen Startnummern immer Punkten können. Jetzt möchte ich meine Startnummer nutzen und versuchen, den Start unter den Top 30 bis zum Ende der Saison zu verfestigen. Bestleistung im Super G auf der Streif ist Platz 31 für mich. Da möchte ich versuchen deutlich besser zu sein.“

Grundsätzlich ist der 26-jährigen Wahl-Allgäuer der Auffassung, dass ihm das Gelände in Kitzbühel entgegenkommen sollte. „Meine besten Rennen bin ich eigentlich immer auf Pisten gefahren, wo die Erfahrung nicht das Entscheidenste ist. Natürlich erfordert Kitzbühel wie jede Weltcup-Abfahrt viel Erfahrung; aber eben auch ordentlich Überwindung und eine passable Technik. Daher sollte mir das eigentlich liegen.“

Mit den beiden Trainings konnte Andi zufrieden sein: „Es bleibt Luft nach oben, aber der Rückstand zur Spitze hielt sich in überschaubaren Grenzen. Ich hatte gute und weniger gute Abschnitte. Wenn alles zusammenpasst, sollte ich ein gutes Rennen fahren können.“

Übertragen werden die Rennen am Freitag und Samstag in der ARD und auf Eurosport.

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Wieder Top 15

Mit einem 13. Platz beim Abfahrtsklassiker von Wengen erzielte Andreas Sander das zweitbeste Resultat seiner Karriere und fuhr damit zum sechsten Mal hintereinander in die Punkte. Bei schlechter werdenden Bedingungen nutzte Andi seine frühe Startnummer eiskalt aus, in dem er seine bisher beste Vorstellung am Lauberhorn zeigte.

„Zunächst einmal bin ich sehr zufrieden, dass ich wieder in die Top 15 gefahren bin. Die Vorjahre bin ich in Wengen nicht so gut zurecht gekommen ohne genau zu wissen warum eigentlich. Deswegen ist es umso schöner, dass auch hier der Knoten endlich geplatzt ist“, berichtete Andi am Tag nach dem Rennen. „Bis auf das Kernen-S bin ich wirklich gut gefahren. Dort habe ich mir wie schon im Training und der Kombi-Abfahrt wieder einen blöden Fehler geleistet. Schaut man aber auf die Geschwindigkeitsmessung, dann war ich da trotzdem recht schnell. Viel Zeit und Platzierung hat das also wohl nicht gekostet. Ich denke, dass ich hier jetzt eine gute Basis für die kommenden Jahre gesetzt habe. Am Podium hat man heute wieder einmal gesehen, dass Erfahrung in Wengen mit das wichtigste Kriterium ist.“ Das Podium bestehend aus Svindal, Reichelt und Kröll brachte es im Schnitt in der Tat auf stolze 34,3 Jahre und auf 10,6 Teilnahmen. Mit 26 Jahren und drei Teilnahmen kann der gebürtige Westfale zuversichtlich in die Wengen-Zukunft sehen.

Für den 13. Platz bekam Andi weitere 20 Weltcup-Punkte. Mit disziplinübergreifend 83 Punkten hat der Wahl-Burgberger nach knapp der Hälfte der Saison auch mehr Punkte geholt, als in seinem bisher besten Winter 2011/2012. Damals brachte er es auf 72 Punkte am Ende der Saison.

Voller Zuversicht kann Andi sich Montag auf den Weg nach Kitzbühel machen. Dort wird das Aushängeschild der SG Ennepetal am Freitag beim Super G teilnehmen, bevor es dann am Samstag zur legendären Hahnenkamm-Abfahrt kommt. Ein erstes Training auf der Streif findet Dienstag statt, ein zweiter Trainingslauf ist für Donnerstag geplant. Sein persönliches Ziel formuliert Andi so: „Ich war zwar letztes Jahr 16., aber das war auf der verkürzten Streif. Auf vollständiger Piste war ich 37. und 55. Da ist also vom Ergebnis und Erfahrung her noch viel Luft nach oben, so dass die Erwartung an mich nicht zu hoch sein sollte. Meinen kleinen Lauf will ich dennoch nutzen um zu zeigen, dass ich die Streif im Griff habe.“

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Mythos Wengen

Was dem Franzosen die Tour de France und dem Österreicher der Hahnenkamm, ist dem Schweizer die Lauberhorn-Abfahrt von Wengen. Keine Sport-Veranstaltung zieht die Eidgenossen so sehr in den Bann wie das jährliche Abfahrtsspektakel zwischen Jungfrau, Eiger und Mönch. Streckenpassagen wie Hundsschopf, Wasserstation und Hanneggschuss lassen das Herz des Schweizers höher schlagen.

Deutlich weniger euphorisch ist die Beziehung von Andreas Sander zum Lauberhorn. „Ja, ich muss ehrlich sagen, dass ich hier noch nicht viel gerissen habe. Die Weltcup-Abfahrt bin ich hier erst zweimal gefahren und es lief beides mal nicht so gut“, berichtete Andi aus dem Berner Oberland. Platz 32 und 44 machen Andi wahrlich nicht zum Garanten für ein Top 15 Resultat. Dennoch erkennt er das ganz Besondere von Wengen: „Natürlich ist Wengen ein ganz spezieller Ort. Egal ob es die Auffahrt zum Berg gemeinsam mit Massen von Fans ist, die Fahrt im Rennen unter der Brücke, oder die mit 4,5 Kilometer außergewöhnliche Länge; hier ist alles etwas anders als sonst.“

Bevor am Samstag der Abfahrtsklassiker auf dem Programm steht, wird Andi bereits am Freitag bei der Weltcup-Kombination aus Abfahrt und Slalom starten. Die Teilnahme hieran war eigentlich nicht geplant. „Normal hätten Thomas Dreßen und Josef Ferstl starten sollen. Thomas ist klar unser bester Kombinierer, Pepi Ferstl fährt besser Slalom als ich. Da beide verletzt sind, werde ich an den Start gehen. Natürlich gebe ich mein Bestes, aber viel erwarten sollte man nicht von mir .“ Dass der Wahl-Allgäuer hier kein Understatement betreibt, zeigt der Blick auf die nackten Trainingszahlen: Gerade einmal sechs Trainingstage im Slalom bestritt Andi seit April 2015. „Dennoch muss ich sagen, dass mein technisches Grundniveau höher ist als vor drei Jahren. Also schauen wir mal, ob man das im Rennen auch sieht“, sagt Andi voller Vorfreude auf das Rennen. „Ich muss schon sagen, dass mir die Kombi trotz aller Probleme im Slalom richtig Spaß macht. Slalom ist einfach brutal was anderes als das, was wir sonst machen. Daher ist das auch für den Kopf eine gute Abwechslung.“

Der eigentliche Schwerpunkt der Rennwoche liegt allerdings auf der Abfahrt vom Samstag. „Das hier ist wieder etwas ganz anderes als Santa Caterina“, reduziert Andi direkt die Erwartungen. „Wie schon gesagt, war ich hier noch nie in den Punkten. Dazu bedarf es hier ganz anderer Fähigkeiten. Für mich kann es daher nur darum gehen, mit einem soliden Rennen in die Punkte zu fahren – je mehr Punkte, umso besser. Bisher war ich diese Saison bei fast jedem Rennen besser als im Vorjahr. Das sollte mir auch hier gelingen.“

Erstmals in der Geschichte des Weltcups werden bei der Abfahrt am Lauberhorn übrigens alle Teilnehmer der deutschen Nationalmannschaft von der SG Ennepetal gestellt. Grund hierfür ist, dass Andi leider der einzige deutsche Starter sein wird. Während Josef Ferstl mit Kreuzbandriss bis zur nächsten Saison ausfällt, muss Thomas Dreßen mit Kniebeschwerden passen. Klaus Brandner schließlich wird beim Europacup auf der Reiteralm starten, um dort an seiner Form zu arbeiten. „Aber ganz allein bin ich ja nicht. Andreas Romar aus Finnland ist ja schon seit Sommer mit seinem Trainer in unsere Mannschaft integriert, so dass er mir als Ansprechpartner zwischen Trainings und Rennen bleibt“.

Auch wenn es grundsätzlich keiner zusätzlichen Motivation bedarf, so freut sich Andi auf Wengen unter anderem auch wegen des neuen Kopfsponsors: „Ich fahre erstmals mit dem Xenofit-Logo auf dem Helm. Das Vertrauen eines Unternehmens in meinen Erfolg spornt mich natürlich noch einmal besonders an. Das gibt mir vielleicht noch einmal einen kleinen Schub.“

Übertragen werden die Rennen in Wengen live im ZDF und auf Eurosport.

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Xenofit neuer Kopfsponsor

Die guten Leistungen Andis in der ersten Hälfte des Weltcup-Winters führen auch in der Vermarktung zu tollen Erfolgen: Ab sofort unterstützt die Xenofit GmbH aus Tutzing den 26-jährigen Wahl-Allgäuer.

Die Xenofit GmbH ist ein Tochterunternehmen der Verla Pharm Arzneimittel, ebenfalls mit Sitz am Starnberger See. Seit 1988 setzt die Verla Pharm ihr großes Know-how auf dem Sektor Mineralstoffe, Vitamine und Kohlenhydrate auch für Xenofit ein. In den letzten 25 Jahren entstand eine breite Palette, die stetig erweitert und verbessert wird. Zahlreiche Hobby- und Breitensportler vertrauen daher ebenso auf das Xenofit Sortiment, wie auch Spitzenathleten aus den verschiedensten Bereichen.

„Ich bedanke mich bei der Xenofit GmbH, und ganz persönlich bei deren Geschäftsführerin Gabriele von Ehrlich, für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich hoffe, dass ich die Hoffnungen in das Sponsoring erfüllen kann und werde mein Bestes geben“, zeigte sich der ehemalige Junioren-Weltmeister dankbar für das Engagement der Oberbayern.

Erstmals mit Xenofit auf dem Helm starten, wird der Athlet der SG Ennepetal in der laufenden Woche beim Schweizer Klassiker schlechthin , der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen.

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Erstmals Top 10

Die Serie bester Platzierungen geht weiter: Bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Santa Caterina Valfurva wurde Andi starker Zehnter und holte sich so die beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere. Somit konnte er seine gute Form weiter bestätigen und verbesserte seine Ausgangsposition für die kommenden Rennen in Wengen, Kitzbühel und Garmisch.

„Inzwischen bin ich einfach nur sehr glücklich über das Ergebnis“, berichtete Andreas Sander auf seiner Heimfahrt in die Allgäuer Wahlheimat. „Positiv ist unter anderem, dass ich noch ordentlich Luft nach oben habe. Aber jetzt und hier freue ich mich einfach, dass ich den Rückenwind der letzten Wochen nutzen und in eine sehr gute Fahrt umsetzen konnte. Ich habe in den letzten Jahren soviel gearbeitet, und endlich zahlt sich das mal aus, wird in Ergebnissen sichtbar.“

Die Leistung des 26-Jährigen von der SG Ennepetal war umso bemerkenswerter, weil das Rennen auf der „Pista Deborah Compagnoni“ mit zu den schwersten des ganzen Jahres gehört. „Hier braucht es Mut, Technik und Ausdauer. Dass ich hier so gut gefahren bin, ist dann das gewisse Etwas an einem schönen Tag für mich.“

Noch in der Stunde des Freude wollte Andi seinen am Vortrag schwer gestürzten Zimmernachbar Josef Ferstl nicht vergessen und wünschte diesem noch in der Live-Sendung der ARD schnelle Genesung. „Wir haben wirklich eine gute Truppe beisammen, jeder gönnt dem anderen den Erfolg. Je größer die Mannschaft umso besser für uns alle. Auch deswegen trifft uns die Verletzung von Pepi alle ein wenig. Hoffentlich greifen wir bald wieder in Mannschaftsstärke an.“

Andi wird jetzt über Sylvester eine dreitätige Schneepause einlegen. Danach geht es zum nächsten Trainingslehrgang aus Vorbereitung auf die Klassiker in Wengen, Kitzbühel und Garmisch.

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Zum "Laktattest"

Nach einer kleinen Weihnachtspause ging es für Andreas Sander bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag weiter zum nächsten Rennen. Im italienischen Santa Caterina Valfurva trifft sich die Abfahrtselite und sucht am Dienstag den letzten Weltcup-Sieger des Jahres. Auf der nach Skistar Deborah Compagnoni benannten Piste wird dabei sprichwörtlich „zum Laktattest“ gebeten.

„Die Piste wird in der öffentlichen Wahrnehmung sicherlich unterschätzt“, stellt Andi die erst seit 2014 im Weltcup gefahrene Abfahrt vor. „Vom Gelände her liegen die Schwierigkeiten eher im oberen Teil. Da wird weit gesprungen und hohes Tempo gefahren. Im weiteren Verlauf wird die Abfahrt dann zwar gefühlt zu einem Super G. Aber das ist gerade die Schwierigkeit, da es keine Verschnaufpause gibt. Schwung an Schwung, Bodenwelle an Bodenwelle. Dazu ist das Licht bis in die hohen Startnummern sehr schlecht, so dass man die ganze Fahrt über hoch konzentriert und voller Körperspannung sein muss. Gegen Ende schießt einem daher das Laktat in die Beine, so dass kurz vor dem Ziel die Kraft das entscheidende Kriterium ist. Körperlich ist das sicherlich das Anstrengendste, was wir im Weltcup fahren.“

Da Andi zu den konditionell stärksten Athleten gehört, braucht ihm diesbezüglich nicht Bange sein. Überhaupt sind die Voraussetzungen für ein weitere Platzierung in den Top 30 sehr gut. „In Gröden habe ich meine ersten Abfahrtspunkte des Winters und ein wenig Selbstverstrauen geholt. Jetzt hoffe ich, dass ich hier wieder punkten kann und auch in der Abfahrt so stabil werde, wie ich das im Super G zuletzt war. Technisch passt es ganz gut zur Zeit. Es geht jetzt „nur“ noch um die Überzeugung, die beste Linie auch fahren zu können. Da sehe ich mich aber auf einem guten Weg.“

Bevor der Wahl-Allgäuer am Samstag nach Italien reiste, trainierte er zu Wochenbeginn noch zwei Tage auf der Reiteralm. „Das Training dort hat mir sicher sehr gut getan. Ich denke, dass meine Schwünge immer besser wurden. Nach dem Rennen in Santa Caterina hoffe ich, dass wir noch einmal vier, fünf Tage am Stück trainieren können. Dann sehe ich mich für die anstehenden Klassiker eigentlich gut gerüstet.“

Dort wird Andi leider auf seinen Zimmernachbarn Josef Ferstl verzichten müssen. Dieser riss sich bei einem schweren Sturz im ersten offiziellen Training am Sonntag das Kreuzband. Wir wünschen „Pepi“ schnellstmögliche Genesung und eine schnelle Rückkehr in den Weltcup!

Das Rennen in Santa Caterina wird in der ARD und auf Eurosport übertragen.

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Erstmals Top 15

Als 14. im Super G und 23. in der Abfahrt kann Andreas Sander auf das erfolgreichste Weltcup-Wochenende seiner Karriere zurückschauen. Im italienischen Grödner Tal konnte er seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen und Monate eindrucksvoll fortsetzen.

Im Super G gelang Andi mit hoher Startnummer 38 eine Fahrt, an der er selbst nur wenig auszusetzen hatte. „Am Freitag bin ich an den entscheidenden Stellen mit der notwendigen Überzeugung gefahren, die ich mir in den letzten Rennen erarbeitet habe. Vor Gröden war ich dreimal hintereinander im Super G in den Punkten. Da wächst langsam in einem der Glauben daran, dass man die schnellste Linie nicht nur erkennt, sondern auch fahren kann. Ich denke, dass diese Überzeugung der Schlüssel zum Erfolg war“, resümierte Andi nach seiner Rückkehr ins heimische Burgberg.

Der 14. Platz bedeute das bisher beste Karriere-Resultat im Weltcup. „Dass ich endlich in die Top 15 gefahren bin, bedeutet mir sehr viel. Das ist eben doch noch einmal etwas anderes als Top 30. Ich war zweimal 16.. Also freue ich mich, dass wieder so eine Grenze überschritten ist. Ich denke, dass das ungemein wichtig war für die weiteren Wochen. Vor der Saison war eines meiner Ziele erstmals in die Top 15 zu fahren. Das habe ich jetzt am dritten Wochenende der Saison geschafft. Darauf lässt sich aufbauen.“

Wie schon im Super G, so startete der Fahrer der SG Ennepetal auch in der abschließenden Abfahrt am Samstag mit Startnummer 38 ins Rennen. Auch wenn der erzielte 23. Platz zumindest in Zahlen hinter dem Super G zurückblieb, so war Andi auch damit sehr zufrieden. „Im Gegensatz zum Super G habe ich in der Abfahrt diese Saison noch nicht gepunktet. Da fehlt mir einfach noch das Selbstverständnis vom Super G, weshalb ich mit Platz 23 zufrieden bin und fast sein muss.“

Das wird Andi auch mit dem bisherigen Saisonverlauf sein müssen. Nach drei Rennwochenenden steht bereits vor der Weihnachtspause fest, dass er mit 28 Weltcuppunkten den besten Super G-Winter seiner Laufbahn fährt. „Das ist mir besonders wichtig, weil der Super G technisch anspruchsvoll ist und ich vor meiner Weltcup-Zeit dort die größeren Erfolge hatte. Dass ich mir dort jetzt ein gewisses Niveau erarbeitet habe, zeigt dass unser 2014 eingeschlagener Weg richtig ist.“ Und auch in der Abfahrt zeigt der Vergleich mit den Vorjahren, dass der 26-Jährige auf Kurs liegt. 2013 und 2014 schaffte es Andi in den ersten drei Abfahrten nicht in die Punkte, Platz 59 war das schlechteste Resultat. Dem stehen nunmehr nach den ersten drei Rennen 8 Punkte und Platz 36 als schlechtestes Rennen gegenüber. „Das alles lässt mich zuversichtlich in die nächsten Rennen schauen.“

Nach einer kleinen Pause heißt es für Andi am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder Koffer packen. Dann geht es wieder nach Italien, wo in Santa Catarina Valfurva die vierte Abfahrt des Winters ansteht.

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Erster Klassiker steht an

„Ganz Südtirol ist grün. Ganz Südtirol? Nein. Ein von unbeugsamen Skienthusiasten bevölkertes Tal hört nicht auf, dem viel zu warmen Winter Widerstand zu leisten.“

So in etwa kommt es einen in den Sinn, wenn man dieser Tage in das schöne Grödner Tal kommt. Dort, wo die weltbesten Skifahrer ihren ersten Abfahrtsklassiker des Winters austragen, bietet sich ein unwirkliches Bild: Die Skipisten sind weiß, der Rest ist grün. Weiße Schlangen ziehen sich bis tief ins Tal. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass die das hier so früh im Winter hinbekommen haben. Vor einigen Jahren hat es schon mal so ausgesehen. Das ist wirklich klasse, wie die unter diesen Umständen die Piste präpariert haben“, zollte Andreas Sander dem Veranstalter und seinen vielen Helfern Respekt. Der Austragung des Super G am Freitag und der Abfahrt am Samstag steht demnach nichts entgegen.

Für Andi ist Gröden von den vielen Orten im Weltcup einer mit einer persönlichen Geschichte. Vor fünf Jahren gab er dort sein Weltcup-Debüt und fuhr auf Anhieb in die Punkte. In der Folge gelang ihm das aber nur noch zweimal. Insgesamt fällt die Saslong-Bilanz für Andi auch eher mäßig aus: Als beste Platzierung steht hier ein 25. Platz zu Buche.

Warum das so ist, dafür hat der 26-jähriger Wahl-Burgberger keine richtige Erklärung: „Ich selbst mag die Piste eigentlich. Sie hat eigentlich alles, was eine Abfahrt ausmacht: Es ist schnell und teilweise steil hier, es wird oft und sehr weit gesprungen, auf der Ciaslat können gute Techniker Zeit rausholen und das Rennen gewinnen. Doch irgendwie hat es bei mir im Rennen noch nie geklappt.“ Daher sind die Ziele auch eher moderat angesetzt. „Zuletzt war ich hier vor drei Jahren in den Punkten. Deswegen ist mein erstes Ziel, mit einer guten Leistung zweimal in die Punkte zu fahren. Das wäre dann auch hier eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr“, meinte das Aushängeschild der SG Ennepetal.

Andi hofft dabei, inzwischen vom Materialsetup her einen Schritt weiter zu sein als noch in den USA. „Wegen der Schneelage habe ich seit meiner Rückkehr leider nur am Montag trainieren können. Auf der Reiteralm wurde weiter am Material gearbeitet und ich denke, dass ich eine Idee zur Verbesserung meines Setups habe. Mal schauen, ob ich das in Gröden schon in Zeiten umsetzen kann.“

Die Rennen werden live vom ZDF und Eurosport übertragen. Unterstützt wird Andi wieder von einer kleinen Abordnung des eigenen Fan-Clubs.

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Platz 22 im Super G

Mit einem guten 22. Platz im Super G von Beaver Creek beendete Andi die Nordamerika-Tour des diesjährigen Weltcups. Damit erzielte er das zweitbeste Super G-Resultat seiner Weltcup-Laufbahn und holte somit zum dritten Mal hintereinander in dieser Disziplin Weltcup-Punkte. Damit kann Andi, immerhin ehemals Junioren-Weltmeister in dieser Disziplin, sicherlich gut leben.

Vor den vier Weltcup-Rennen in Kanada und den USA war das Ziel, viermal in die Punkte zu fahren. Dieses Ziel konnte Andi leider nicht erreichen. Zweimal gelang ihm der Sprung in die Punkte.

Dennoch: Während er im Vorjahr mit 4 Weltcup-Punkten nach Europa zurückkehrte, waren es dieses Jahr deren 10. Die schlechteste Platzierung vergangenen Winter war Platz 47, dieses Jahr war es der 36. Rang in der Abfahrt vom Freitag. Der Aufwärtstrend des Vorjahres scheint sich demnach diesen Winter fortzusetzen.

Auch wenn sich der 26-jährige Athlet der SG Ennepetal selbst den großen Durchbruch lieber heute als morgen wünscht, so bleibt es der Weg der kleinen Schritte, der Andi langsam aber sicher auch in der Weltrangliste nach vorne bringt.

Die nächsten Rennen stehen noch vor Weihnachten an. In übernächsten Woche stehen im italienischen Grödner Tal der Super G und die Abfahrt auf der legendären Saslong-Piste statt.

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Weltcup in den USA

Am heutigen Freitag und morgigen Samstag wird Andreas Sander bei den Weltcup-Rennen in Beaver Creek am Start stehen. Je eine Abfahrt und ein Super G werden dabei auf einer der schwersten Pisten im Weltcup-Kalender ausgetragen, auf der sich Andi grundsätzlich wohl fühlt. Immerhin wusste er bei der WM im Februar an gleicher Stelle zu überzeugen.

Auch wenn die Trainingsläufe schon etwas besser liefen als zuletzt in Lake Louise, hadert Andi immer noch mit seinem Setup. Die in den Trainingslagern zuvor erarbeiteten Änderungen am Setup lassen sich auf die Weltcup-Pisten noch nicht 1:1 übertragen. Das Gefühl für den Ski ist noch nicht so, wie sich der Abfahrer von der SG Ennepetal das vorstellt. „Ich muss mich leider immer noch mehr mit Abstimmungsarbeit beschäftigen, als mir das derzeit lieb wäre. Insofern muss ich abwarten, ob ich bei den Rennen dann näher am optimalen Setup dran bin. Es wird besser, aber optimal ist es noch nicht.“

Für die Abfahrt am Freitag Abend, die auf Eurosport sowie im Live-Stream unter www.sport.zdf.de übertragen wird, gilt es ein Mittel aus dem ersten und zweiten Trainingslauf zu finden. Während der Wahl-Burgberger im ersten Training oben zu den Schnellsten gehörte, überzeugte er im zweiten Trainingslauf im unteren Bereich.

Andi wird am Freitag mit Startnummer 39 ins Rennen gehen. Gestartet wird um 18:45 Uhr unserer Zeit.

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Einmal in den Punkten

Eher durchwachsen lief für Andreas Sander der Weltcup-Start am vergangenen Wochenende. Nach Platz 34 in der Abfahrt reichte es mit Platz 30 im Super G immerhin im zweiten Rennen für den ersten Weltcup-Punkt des Winters. „Das stimmt natürlich nicht zufrieden, vielleicht könnte man das Schadensbegrenzung nennen“, so der Abfahrer von der SG Ennepetal.

Von Schadensbegrenzung zu sprechen wäre dabei wohl passend, weil Andi vom ersten Tag an Probleme mit seinem Setup, also der Einstellung von Ski, Schuh und Bindung, hatte. „Normalerweise entscheidet man sich vor dem ersten Training für ein bestimmtes Setup. Das entwickelt man dann allenfalls von Tag zu Tag weiter. Leider lag mein Setup aber schon am ersten Tag so daneben, dass ich komplett umstellen musste. Aber auch das hat nicht funktioniert. Im Ergebnis bin ich fast jeden Tag ein anderes Setup gefahren. Das macht natürlich nicht schnell.“

Der Grund für diese Setup-Schwierigkeiten lag in den besonderen Schneeverhältnisses in Kanada. „Das war ein extrem aggressiver Schnee, mit dem ich so meine Probleme habe. Für diese Verhältnisse ist es mir noch nicht gelungen, das richtige Setup zu finden. In der Abfahrt habe ich dann auch keine besonders gute Fahrt erwischt und schon war ich raus aus den Punkten. Beim Super G bin ich technisch wieder besser gefahren. Aber ohne ein gutes Setup ist man dann chancenlos.“ Insofern konnte sich Andi wenigstens damit trösten, dass die Videoanalyse keine großen technischen Zeitverluste erkennen ließ.

Inzwischen ist der Wahl-Allgäuer in den USA angekommen, wo Freitag und Samstag die Speedrennen in Beaver Creek anstehen. „Das ist ein Hang, der mir eher liegt. Ich bin zuversichtlich dort zeigen zu können, was ich zur Zeit drauf habe“, berichtete Andi.

 

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Endlich geht es los

Die Piste ist präpariert und die Startnummern für das erste Training verteilt: Am heutigen Mittwoch startet auch Andreas Sander in den alpinen Weltcup-Winter. Von Mittwoch bis Freitag finden die offiziellen Trainingsfahrten statt. Samstag geht es um Weltcup-Punkte in der Abfahrt, Sonntag um deren im Super G. Die Vorfreude bei Andi ist dementsprechend groß: „Ja, jetzt ist es schon gut, dass es endlich los geht. Irgendwann will man ja auch mal wissen wo man steht. Da freut man sich auf das erste Rennen immer noch ganz besonders.“

Grundsätzlich fühlt sich Andi gut vorbereitet auf die ersten Rennen in den Rocky Mountains. „Alles in allem hatte ich eine gute Vorbereitung. So richtig etwas auszusetzen gibt es nicht. Aber im Verhältnis zu den anderen kann man sich auch schnell täuschen. Wir hatten beim letzten Lehrgang in den USA eigentlich nur einen Tag, an dem die Zeiten mit der Konkurrenz vergleichbar waren. Aber vom Gefühl her passt vieles. Sonntag werden wir schlauer sein.“

In das positive Gesamtbild passt auch die Wetterprognose: „Insgesamt soll es wohl sonnig werden die nächsten Tage, wenn auch vielleicht etwas zu warm. Das könnte den Schnee stumpfer machen, so dass viel Gefühl gefragt sein wird. Aber daran sollen gute Ergebnisse nicht scheitern.“ Es sollten also faire Bedingungen für alle Athleten sein.

Was für ihn ein gutes Ergebnis wäre, beschreibt der Athlet der SG Ennepetal so: „Ich möchte zweimal in die Punkte fahren. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein weiterer Schritt nach vorne und darum geht es mir.“

Die Weltcup-Rennen werden am Samstag und Sonntag Abend live auf Eurosport übertragen.

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Feinschliff in den USA

Seit Freitag befindet sich Andreas Sander im US-amerikanischen Copper Mountain. In Colorado möchte er sich wie im Vorjahr den letzten Feinschliff für den Weltcup-Start in zwei Wochen holen. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Vor einer Woche kam es in den Rocky Mountains zum Wintereinbruch, so dass fast alle Trainingspisten der deutschen Nationalmannschaft zur Verfügung stehen. „Es fehlt noch die lange Abfahrt, aber die soll bis Mittwoch fertig sein. Dann können wir aus dem Vollen schöpfen“, berichtete Andi am Abend aus den USA.

Eigentlich war die Anreise schon eine Woche vorher geplant, doch mangels Schnee verschob man den USA-Trip um einige Tage nach hinten. „Grundsätzlich wäre ich über jeden Trainingstag eher froh gewesen. Denn eigentlich haben wir erst hier in Copper ähnliche Pistenverhältnisse wie im Weltcup. Der Schnee hier ist viel aggressiver. Da muss man sich dran gewöhnen.“

Dennoch ist der 26-jährige Wahl-Allgäuer mit den ersten Trainingstagen sehr zufrieden. „Wir haben bei super Bedingungen drei gute erste Trainingstage gehabt. Einmal stand Riesenslalom auf dem Plan, zweimal Super G. Den sind wir allerdings in Vail gefahren. Mit meinem Training kann ich sehr zufrieden sein. Der Eingewöhnung auf den Schnee hier ist mir gut gelungen.  Der Anfang ist gemacht, jetzt hoffe ich, dass die restliche Trainingswoche weiterhin so gut bleibt und ich mit einem guten Gefühl nach Kanada reisen kann“, sagt Andi.

Kommenden Montag wird sich der Weltcup-Tross dann im kanadischen Lake Louise einfinden, wo am 28.11.2015 die erste Abfahrt des Winters ansteht. Die Vorfreude beim Athleten der SG Ennepetal ist groß: „So langsam aber sicher kann es jetzt losgehen. Aber die nächsten Tage werden sicher schnell vergehen und in Lake Louise werden wir schnell wissen, wo wir stehen.“

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Vorbereitung beendet

Mit einem letzten Trainingstag auf dem Pitztaler Gletscher beendete Andreas Sander am Samstag seine Vorbereitung auf den alpinen Winter. „Vor dem Saisonstart war das unser letzter Lehrgang. Die Sommer- und Herbst-Vorbereitungen sind damit abgeschlossen“, berichtete Andi am Montag.

Insgesamt konnte der 26-jährige auf eine gute Vorbereitung zurückblicken. „Ich kann schon zufrieden sein mit den letzten vier Monaten. Ich würde sagen, dass ich mich insgesamt technisch stabilisiert habe, im Training also auf einem besseren Grundniveau als noch vor einem Jahr fahre.“

Bekanntlich ist Training allerdings nicht olympisch, so dass Andi gespannt auf seinen persönlichen Weltcup-Start in Lake Louise (Kanada) blickt. Heute genau in einem Monat wird dort das erste Training zur Abfahrt gestartet. „Auch wenn ich bei allen Lehrgängen, sei es auf den Gletschern, sei es in Chile, von den Zeiten nie schlecht dabei war, lässt sich das aber nicht 1:1 auf den Winter übertragen. Im Winter sind die Verhältnisse ganz andere, so dass man erst in Lake Louise mit Bestimmtheit sagen kann, wo ich stehe.“

Die Anreise nach Nordamerika wird voraussichtlich schon nächste Woche erfolgen. Wie schon im Vorjahr, werden Deutschlands schnellste Abfahrer zunächst im US-amerikanischen Copper Mountain aufschlagen. „Da wollen wir uns den letzten Feinschliff holen. Wenn es von der Schneelage her klappt, wäre dort auch gutes Speedtraining möglich. Ansonsten wird weiter Technik gearbeitet.“

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Im wichtigsten Rennen der Saison erzielte Andreas Sander seine Saisonbestleistung. Mit einer mutigen Fahrt fuhr er auf Platz 8 der WM-Abfahrt von St. Moritz. Und dennoch hielt sich Andi im Ziel die Hände an den Kopf und trauerte einer besseren Platzierung nach.

 

 

„Natürlich freue mich über ein einstelliges Ergebnis“, berichtete der in Burgberg wohnende Athlet nach der Königsdisziplin. „Aber wenn noch nicht einmal zwei zehntel Sekunden auf die Medaille fehlen, und einem die eigenen Fehler bewusst sind, dann überlegt man schon, welche Chance man da eventuell verpasst hat“.

 

Etwas verständlicher wird dieser Eindruck, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Andi bis zur Hälfte des Rennens etwas schneller als der spätere Weltmeister Beat Feuz war. Klar, dass dann jeder kleine Fehler das Potential zum Drama hat. Schließlich ehrt es Andi, dass er zunächst mehr der Chance nachtrauert, als das Erreichte zu feiern. Doch mit dem Abstand einiger Stunden konnte auch der inzwischen 27-jährige Athlet der SG Ennepetal anerkennen, dass die Weltmeisterschaft im Engadin ein weiterer Schritt in Richtung Spitze war. „Das war die erste Weltmeisterschaft, für die ich mich sportlich qualifiziert habe. Eine gute WM war nicht der Bonus, sondern der Anspruch. Das war eine neue Erfahrung, die mich hoffentlich weiterbringen wird.“

Nach diesen kräftezehrenden Wochen freut sich Andi jetzt auf eine Rennpause von gut zwei Wochen. Die letzten Wochen waren nicht nur körperlich, sondern auch mental sehr anstrengend. Doch zu lange wird die Pause nicht werden. Dann geht es nach Norwegen, wo in Kvitfjell zwei Super-G und eine Abfahrt ausgetragen werden.

Bericht: S. Fröhlich/ D. Buschbeck

       Fotos: S. Fröhlich